05 June 2026, 19:20

Olympia 2036: Deutschlands unsichere Bewerbung zwischen Begeisterung und Widerstand

Berlin und Olympia

Olympia 2036: Deutschlands unsichere Bewerbung zwischen Begeisterung und Widerstand

Deutschlands Olympische Ambitionen in der Schwebe: Städte zögern bei Bewerbung für 2036

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September über eine mögliche Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036 entscheiden. Doch öffentliche Ablehnung und politische Gräben könnten die Pläne schon im Keim ersticken.

Die Absage Hamburgs bei einer früheren Bewerbung wirkt noch immer nach. 2015 stimmten 51,6 Prozent der Bürger gegen die Ausrichtung der Spiele, nur 48,4 Prozent waren dafür. Zudem schreiben die hamburgischen Volksentscheidsregeln vor, dass Abstimmungsfragen auch Gegenpositionen enthalten müssen – eine Zweidrittelmehrheit im Landesparlament wäre vor jeder Volksabstimmung nötig.

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In Berlin gestaltet sich die Lage ähnlich schwierig. Bürgermeister Kai Wegner fordert einen Bürgerentscheid, doch Grünen und Linke lehnen dies ab. Selbst wenn eine Abstimmung möglich wäre, würden rechtliche Fristen sie frühestens in einem Jahr zulassen. Die Kampagne „NoOlympia“ sammelt bereits Unterschriften, um für 2027 einen zwingenden Volksentscheid herbeizuführen – falls Berlin den Zuschlag erhalten sollte.

Die Landtagswahl in Berlin am 20. September könnte die DOSB-Entscheidung beeinflussen. Währenddessen zeigen München und Nordrhein-Westfalen starke Unterstützung: Rund zwei Drittel der Bürger befürworten eine Bewerbung. Hamburg hingegen bleibt gespalten – Umfragen zeigen gemischte Zustimmung und Widerstand.

Die DOSB-Entscheidung am 26. September wird die Weichen für Deutschlands olympische Zukunft stellen. Doch selbst ein Beschluss könnte später in Volksabstimmungen scheitern. Ob das Vorhaben gelingt, hängt vom politischen Willen, rechtlichen Hürden und der Frage ab, ob sich die Städte hinter eine gemeinsame Bewerbung stellen können.

Quelle