Orkan "Elli" legt Nordeuropa lahm: Schneechaos, Stromausfälle und eingestellter Verkehr
Friedrich-Wilhelm WerneckeOrkan "Elli" legt Nordeuropa lahm: Schneechaos, Stromausfälle und eingestellter Verkehr
Sturm „Goretti“ – in Deutschland als „Elli“ bekannt – fegt mit Orkanböen, Schneechaos und Eisregen über Nordeuropa hinweg. Die extremen Wetterbedingungen sorgen für massive Behinderungen im Verkehr, Stromausfälle und Absagen großer Veranstaltungen in mehreren Ländern.
In Deutschland stellte die Deutsche Bahn den Fernverkehr im Norden bis Sonntag komplett ein. Betroffen sind unter anderem die wichtigen Strecken Berlin–Hannover–Ruhrgebiet sowie die Verbindung Hamburg–Hannover–Frankfurt. Auch das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig, das ursprünglich für Freitagabend geplant war, musste abgesagt werden.
Auf der anderen Seite der Nordsee stellte der Flughafen Birmingham wegen heftiger Schneestürme den Betrieb ein. Gleichzeitig musste das Kreuzfahrtschiff AIDAnova seine Route ändern und den geplanten letzten Stopp in Southampton aufgrund der Sturmwucht auslassen.
Auch Frankreich blieb von den Auswirkungen nicht verschont: Das Kernkraftwerk Flamanville wurde vorsorglich heruntergefahren, während rund 380.000 Haushalte ohne Strom waren. Der Meteorologe David Menzel betonte später, dass „Goretti“ trotz der weitreichenden Folgen „ganz sicher kein Jahrhundertereignis“ sei.
Die Folgen des Sturms werden noch bis ins Wochenende spürbar bleiben: In Deutschland dauern die Zugausfälle voraussichtlich bis Sonntag an, in Frankreich arbeiten Techniker unter Hochdruck an der Stromversorgung. Flughäfen und Verkehrsbetriebe prüfen derweil, wann der Regelbetrieb wiederaufgenommen werden kann. Die Behörden warnen weiterhin vor lebensgefährlichen Verkehrsbedingungen in der gesamten Region.






