Paul Wanner wählt Österreich und beendet seine deutsche Nationalmannschafts-Karriere
Corinna SchinkePaul Wanner wählt Österreich und beendet seine deutsche Nationalmannschafts-Karriere
Paul Wanner hat sich entschieden, Österreich auf internationaler Ebene zu vertreten, und beendet damit seine Zeit in den deutschen Jugendnationalmannschaften. Die Entscheidung fiel nach seinem Debüt für die österreichische U21 im September 2024, das die FIFA-Spielberechtigungsregeln auslöste. Seitdem hat er sich bei Rapid Wien durchgesetzt und ist in der Saison 2024/25 zum Stammspieler in der österreichischen Bundesliga aufgestiegen.
Wanner wurde in Dornbirn als Sohn einer Vorarlbergerin und eines deutschen Vaters geboren und wuchs in Amtzell, einer Stadt nahe der österreichischen Grenze, auf. Mit 13 Jahren wechselte er in die Akademie des FC Bayern München, wo er sich als Spieler entwickelte. Seine bevorzugte Position ist die des klassischen "Zehners", eine Rolle, die er im Laufe seiner Karriere stets ausgefüllt hat.
Im November 2021 wollte Julian Nagelsmann ihn erstmals in den Kader der deutschen A-Nationalmannschaft berufen. Doch Wanner lehnte die Einladung ab. Stattdessen entschied er sich für Österreich – eine Wahl, die maßgeblich von Ralf Rangnick beeinflusst wurde, der damals das österreichische Nationalteam trainierte.
Wanners Familie, insbesondere seine österreichischen Großeltern, begrüßten die Entscheidung. Sein Wechsel bedeutete zugleich den endgültigen Abschied von den deutschen Jugendteams, da die FIFA-Regeln es ihm verbieten, für beide Nationen aufzulaufen. Bis März 2026 hatte er sich bereits in den Kader der österreichischen A-Nationalmannschaft gespielt und seinen Platz in den Plänen des Teams gefestigt.
Für die Zukunft hofft Wanner, dass Rangnick auch über die WM hinaus Trainer der Österreicher bleibt. Sein eigener Fokus liegt weiterhin auf dem Verein, wo er sich bei Rapid Wien längst als Schlüsselspieler etabliert hat.
Wanners Wechsel zu Österreich hat seine internationale Karriere neu geprägt. Nach dem Durchbruch in Rapids erster Mannschaft ist er nun fester Bestandteil der Bundesliga. Gleichzeitig hat er sich mit dieser Entscheidung alle weiteren Einsätze für Deutschland verbaut – ein klarer Wendepunkt in seiner Fußballlaufbahn.






