11 May 2026, 10:37

Pflegeversicherung vor dem Kollaps: 22,5 Milliarden Euro Defizit drohen bis 2028

Alte Werbeplakat für die Germania-Feuerversicherung mit einer Frau in der Mitte und Text, der die Dienstleistungen beschreibt.

Pflegeversicherung vor dem Kollaps: 22,5 Milliarden Euro Defizit drohen bis 2028

Deutschlands Pflegeversicherung steht vor dem Kollaps

Das deutsche System der Pflegeversicherung steckt in einer schweren Finanzkrise. Vor 31 Jahren eingeführt, durchlebt es nun die größte Bewährungsprobe seiner Geschichte. Steigende Kosten und unbeglichene Schulden bringen die Einrichtung an den Rand des Zusammenbruchs.

Der Pflegeversicherungsfonds gibt weit mehr aus, als er einnimmt. Die Eigenanteile der Versicherten sind bereits an ihre Obergrenze gestoßen – weitere Erhöhungen sind nicht mehr möglich. Gleichzeitig deckt das System nur einen Teil der Pflegekosten ab, sodass Angehörige den Rest selbst tragen müssen.

Hinzu kommt, dass der Bund dem Fonds noch immer 5 Milliarden Euro ausstehenden COVID-19-Kosten schuldet. Zudem wurden in diesem Jahr rund 10 Milliarden Euro für fällige Rentenbeiträge von pflegenden Angehörigen nicht erstattet. Der finanzielle Druck wächst stetig.

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Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) warnt vor einem kumulierten Defizit von 22,5 Milliarden Euro bis 2027 und 2028. Noch im Mai will sie einen Entwurf für ein Reformgesetz vorlegen. Ein weiteres Problem ist die fehlende staatliche Förderung für Investitionen in Pflegeheime – würde hier gehandelt, könnten die monatlichen Belastungen der Bewohner um etwa 500 Euro sinken.

Die Pflegeversicherung bleibt ein zentraler Baustein der deutschen Sozialversicherung. Ohne dringende Reformen sind jedoch ihre finanzielle Stabilität und Bezahlbarkeit in Gefahr. Die Regierung muss schnell handeln, um eine weitere Verschärfung der Finanzierungslücke zu verhindern.

Quelle