Pharma-Lieferketten 2026: Warum der Januar über Engpässe und Preise entscheidet
Mustafa TröstPharma-Lieferketten 2026: Warum der Januar über Engpässe und Preise entscheidet
Der Jahresbeginn 2026 bringt neue Herausforderungen für pharmazeutische Lieferketten in Deutschland
Mit fast 550 bereits als nicht verfügbar gelisteten Medikamenten müssen Unternehmen schnell handeln, um Bestände zu sichern und die Kosten im Griff zu behalten. Der Januar hat sich zu einem entscheidenden Monat entwickelt, um saisonale Prioritäten zu setzen und spätere Störungen im Jahresverlauf zu vermeiden.
Hinter den Kulissen steht die Verwaltung nun unter Druck, Lagerbestände, Preisanpassungen und Jahreslieferverträge zu überprüfen. Viele im Dezember abgeschlossene Verträge sehen Lieferungen für das erste Quartal vor – daher ist es unerlässlich, Lieferpläne und Lagerkapazitäten zu verifizieren. Gleichzeitig müssen Unternehmen prüfen, ob noch Bestände zu älteren, günstigeren Einkaufspreisen vorhanden sind – oder die Verkaufspreise an die neuen Konditionen der Lieferanten anpassen.
Eine vorausschauende Bestandsplanung kann helfen, die Auswirkungen bevorstehender Preiserhöhungen abzufedern. Eng abgestimmt werden muss auch mit den Außendienstteams, insbesondere dann, wenn zu Beginn des Jahres aufgrund von Rohstoffknappheit oder logistischen Verzögerungen Rationierungen nötig werden.
Für Grippeimpfstoffe öffnet sich das Bestellfenster Mitte Februar oder im März. Arztpraxen erhalten die notwendigen Formulare bis Ende Januar, sodass sie sich vorbereiten können. Aktualisierte Lieferantenbedingungen – inklusive Preise und Rückgaberegelungen – sollten ebenfalls übersichtlich zusammengestellt werden, um zu Beginn des neuen Geschäftsjahres griffbereit zu sein.
Die ersten Wochen des Jahres 2026 erfordern Präzision beim Management von Fristen, Lagerbeständen und auslaufenden Verträgen. Unternehmen, die jetzt handeln, um Lieferungen zu sichern und Preise anzupassen, werden besser gerüstet sein, um Engpässe und Kostensteigerungen zu bewältigen. Angesichts von fast 550 bereits knappen Arzneimitteln könnte eine frühe Planung über die Stabilität für den Rest des Jahres entscheiden.






