Porsche drohen 200 Millionen Euro Kosten durch Diesel-Skandal bei Audi-Motoren
Mustafa TröstPorsche drohen 200 Millionen Euro Kosten durch Diesel-Skandal bei Audi-Motoren
Porsche steht vor erheblichen finanziellen Belastungen aufgrund illegaler Software in Diesel-Motoren von Audi. Das Unternehmen schätzt die Schäden auf rund 200 Millionen Euro, die sich aus einem Rückruf von Tausenden Fahrzeugen in ganz Europa ergeben. Ein Software-Update zur Behebung des Problems wurde entwickelt, steht jedoch noch aus, bis die behördliche Genehmigung vorliegt.
Von dem Rückruf betroffen sind etwa 22.000 Porsche Cayenne mit Dieselantrieb in Europa. Diese Modelle sind mit von Audi gelieferten Motoren ausgestattet, in denen illegale Abschalteinrichtungen verbaut sind, was korrektive Maßnahmen erfordert. Porsche hat ein Software-Update für die betroffenen Fahrzeuge vorbereitet, das derzeit vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) geprüft wird.
Die geschätzten 200 Millionen Euro umfassen Kosten für die Fahrzeug-Updates, Rechtsberatung, Mietwagen für Kunden sowie Wertminderungen bei Leasingmodellen. Porsche beabsichtigt, im Rahmen der Lieferantenverträge von Audi Schadensersatz zu verlangen, um diese Ausgaben zu decken. Audi hat sich bereit erklärt, die Kosten zu erstatten, wobei die genaue Summe erst nach Abschluss des Rückrufverfahrens feststehen wird.
Porsche wird die Kosten nach Beendigung des Rückrufs von Audi zurückerhalten. Die Umsetzung des Software-Updates steht noch unter dem Vorbehalt der KBA-Zulassung. Die finanzielle Belastung spiegelt das Ausmaß des Rückrufs und die damit verbundenen betrieblichen Aufwendungen wider.






