Prien will Social Media für Jugendliche sicherer machen – aber ohne Verbote
Nuray PlathPrien will Social Media für Jugendliche sicherer machen – aber ohne Verbote
Bundesfamilienministerin Karin Prien hat ihre Pläne für strengere Regeln für junge Nutzer in sozialen Medien bekräftigt. Zwar seien noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen, doch warte die Regierung zunächst auf fachkundige Empfehlungen, bevor sie weiter vorangehe. Prien betont, dass es nicht allein um einfache Verbote oder Altersüberprüfungen gehen dürfe.
Gegenüber der Bild erklärte Prien, das Thema bleibe eine Priorität. Neue Maßnahmen müssten ihrer Ansicht nach Schutz, Selbstbestimmung und Jugendbeteiligung in Einklang bringen. Die Ministerin setzt sich stattdessen für eine stärkere elterliche Aufsicht und eine bessere Medienkompetenz ein – statt für pauschale Beschränkungen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zuvor Bedenken gegen ein generelles Social-Media-Verbot für unter 18-Jährige geäußert. Stattdessen forderte er mehr Verantwortung der Eltern sowie eine verbesserte digitale Bildung. Prien unterstützte Dobrindts Haltung und stimmte mit ihm überein, dass Medienkompetenz Vorrang vor repressiven Maßnahmen haben solle.
Die Bundesregierung erwartet im Juni die Empfehlungen einer Expertenkommission. Nach deren Auswertung soll ein Gesetzespaket ausgearbeitet werden, das die Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche regelt. Die konkreten Vorschläge hängen von den Ergebnissen der Kommission ab. Falls sie verabschiedet werden, würden sie neue Gesetze einführen, die bestimmen, wie junge Menschen mit sozialen Medien umgehen. Priens Ansatz zielt dabei auf eine Kombination aus Schutzmechanismen, Bildung und elterlicher Einbindung ab – und weniger auf starre Verbote.






