Quizprofi in Zwangsjacke ketten sich vor Magdeburger Dom an
Friedrich-Wilhelm WerneckeQuizprofi in Zwangsjacke ketten sich vor Magdeburger Dom an
43-Jähriger Quizprofi ketten sich vor Magdeburger Dom – Protest in Zwangsjacke
Der 43-jährige Quizkandidat Maik Sawatzke hat sich in einem ungewöhnlichen Protest vor dem Magdeburger Dom angekettet. In einer weißen Zwangsjacke demonstriert er gegen eine mögliche Bundesintervention in Sachsen-Anhalt. Seine Frau Uta versorgt ihn während der Aktion mit Schokolade und Sekt.
Sawatzkes Protest richtet sich gegen die rechtspopulistische AfD, die im Falle eines Wahlsiegs bei der anstehenden Landtagswahl mit einer Bundesintervention droht. Er lehnt, was er als „Bundeszwang“ bezeichnet, strikt ab und wirft Berliner Politikern vor, „Kriminelle“ zu sein. Zu seinen Forderungen zählen mehr Freiheiten für Sachsen-Anhalt – etwa die Legalisierung von FKK-Sonnenbaden und ein Ende von Zwangsehen.
Die Bundesregierung könnte nach einem selten angewendeten Passus im Grundgesetz Entscheidungen des Landes blockieren, die dessen Kompetenzen überschreiten. Sawatzke, der gelegentlich als bezahlter Demonstrant für die AfD auftritt, war zudem schon als „Telefonjoker“ bei Wer wird Millionär? zu sehen.
Seine Frau Uta beschreibt sich selbst als „Hausfrau im besten Sinne“ und trägt pinkfarbene Kurzhaarfrisur. Sawatzke gibt zu, dass Lücken in seinem Allgemeinwissen ihn bei Quizshows manchmal bremsen.
Der Protest fällt in die heiße Phase vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der ein AfD-Sieg tatsächlich eine Bundesintervention auslösen könnte. Sawatzkes Aktion unterstreicht die Spannungen zwischen regionaler Eigenständigkeit und bundesweiter Kontrolle. Die weitere Entwicklung hängt davon ab, ob die AfD genug Einfluss gewinnt, um Berlins Autorität herauszufordern.






