Rastatt kämpft mit drastischem Gewerbesteuer-Einbruch und Haushaltskrise
Friedrich-Wilhelm WerneckeRastatt kämpft mit drastischem Gewerbesteuer-Einbruch und Haushaltskrise
Rastatt steht vor schweren finanziellen Problemen nach einem drastischen Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen. Die Stadt rechnet für 2026 nun nur noch mit 300.000 Euro – deutlich weniger als die ursprünglich prognostizierte Million. Der Regierungspräsidium Karlsruhe hat zwar den Haushalt Rastatts für das kommende Jahr genehmigt, allerdings unter strengen Auflagen.
Das Regierungspräsidium verlangt weitere Kürzungen sowie eine umfassende Überprüfung der Investitionspläne der Stadt. Bürgermeisterin Monika Müller betonte, dass zusätzliche Einsparungen und höhere Einnahmen unverzichtbar seien, um den Haushalt zu stabilisieren. Zudem müssen die Verantwortlichen bis zum 1. September 2026 einen detaillierten Bericht über den finanziellen Fortschritt vorlegen.
Bei einer öffentlichen Veranstaltung im Juni sollen die nächsten Schritte für das Jahr 2027 vorgestellt werden. Ziel ist es, Rastatt finanziell zu konsolidieren und die wirtschaftliche Position der Stadt zu stärken. Landesweite Zahlen zeigen, dass die kommunalen Steuereinnahmen in Baden-Württemberg gesunken sind: Im Schnitt lagen sie 2025 bei 1.862 Euro pro Einwohner – ein leichter Rückgang gegenüber 1.877 Euro im Vorjahr.
Der Einbruch bei der Gewerbesteuer setzt Rastatt stark unter Druck. Zwar gibt es keine direkten Vergleiche mit anderen Kommunen, doch die Probleme der Stadt spiegeln die allgemeinen Herausforderungen in der Region wider. Nun muss Rastatt die Ausgaben kürzen und neue Einnahmequellen erschließen, um den Forderungen des Regierungspräsidiums gerecht zu werden. Die anstehende Bürgerveranstaltung soll aufzeigen, wie die Stadt die Krise bewältigen will. Ohne tiefgreifende Veränderungen bleibt ihre finanzielle Zukunft jedoch ungewiss.






