28 March 2026, 16:25

Renaturierung von Flüssen stärkt Ökosysteme und Hochwasserschutz in Baden-Württemberg

Ein kleiner, klarer Bach fließt durch eine üppige, grüne Flussuferlinie mit Bäumen, dessen stilles Wasser die umliegende Vegetation spiegelt.

Renaturierung von Flüssen stärkt Ökosysteme und Hochwasserschutz in Baden-Württemberg

Umweltstaatssekretär André Baumann und der Landtagsabgeordnete Rüdiger Tonojan besuchten am Freitag, dem 27. März 2026, Renaturierungsprojekte an Wasserläufen in Bahlingen, Riegel und Teningen. Die Exkursion stand im Zeichen der Bemühungen, Lebensräume zu verbessern und den Hochwasserschutz durch die Renaturierung von Flüssen und Bächen zu stärken.

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In Bahlingen präsentierten die Verantwortlichen ein abgeschlossenes Projekt an der Glotter. Die Maßnahmen zeigten, wie Renaturierung Ökosysteme aufwertet und gleichzeitig das Hochwasserrisiko verringert. Als besonders wirksam wurden einfache, kostengünstige Ansätze wie das Einbringen von Totholz oder die Verbreiterung der Uferbereiche hervorgehoben, die den ökologischen Wert deutlich steigern.

Die Gespräche in Riegel und Teningen konzentrierten sich auf die praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung solcher Vorhaben. Bürokratische Hürden und Planungsvorgaben wurden als zentrale Hindernisse identifiziert. Dennoch betonten lokale Vertreter, dass viele kleinere Verbesserungen auch mit geringem Aufwand im Rahmen regulärer Unterhaltungsarbeiten realisiert werden könnten – und das ohne übermäßigen Verwaltungsaufwand.

In den vergangenen fünf Jahren wurden ähnliche Projekte etwa im Landkreis Wesermarsch oder im Nidderaue-Gebiet zwischen Büdesheim und Kilianstädten umgesetzt. Diese Maßnahmen haben bereits zu einer spürbaren Aufwertung der Ökosysteme und einer besseren Hochwasserresilienz an kleineren Gewässern geführt. Nun geht es darum, künftige Renaturierungsvorhaben in der gesamten Region zu beschleunigen und die Abläufe zu vereinfachen.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Renaturierung von Gewässern entscheidend ist – für den Erhalt der Artenvielfalt, die Anpassung an den Klimawandel und die Förderung der regionalen Entwicklung. Die Besichtigungen unterstrichen dabei die Notwendigkeit schlankerer Prozesse, um solche Projekte künftig zugänglicher und effizienter zu gestalten.

Quelle