Robin Mesarosch will SPD-Landesvorsitz in Baden-Württemberg übernehmen
Corinna SchinkeSPD-Politiker Mesarosch wird nach Eklat Landeschef - Robin Mesarosch will SPD-Landesvorsitz in Baden-Württemberg übernehmen
Robin Mesarosch hat sich als erster Bewerber für den Vorsitz der baden-württembergischen SPD aufgestellt. Seine Kandidatur folgt auf das enttäuschende Abschneiden der Partei bei der jüngsten Landtagswahl. Bekannt für seine klare Haltung, fordert er bereits grundlegende Reformen in der Arbeitsweise der SPD.
Mesarosch war von 2021 bis 2025 Bundestagsabgeordneter. Aktuell führt er den SPD-Kreisverband in Sigmaringen. Seine Präsenz in den sozialen Medien übertrifft sogar die der Bundesvorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas.
Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte er im vergangenen Jahr durch einen scharfen Monolog, in dem er die Wahlkampagne der Partei kritisierte. In dem Video thematisierte er auch den Rücktritt des scheidenden Landesgeschäftsführers Sascha Binder. Seine Kritik traf bei vielen Mitgliedern auf Zustimmung, die mit der Entwicklung der SPD unzufrieden sind.
In einem Instagram-Video kündigte Mesarosch seine Kandidatur an und plädierte für eine klarere inhaltliche Ausrichtung. Die Partei müsse ihren Mitgliedern mehr Mitspracherecht einräumen und die Kommunikation mit den Wählern verbessern, argumentierte er.
Mesaroschs Bewerbung leitet den innerparteilichen Führungsstreit der baden-württembergischen SPD ein. Seine Vorschläge konzentrieren sich auf programmatische Schwerpunkte, mehr Mitgliedereinbindung und eine bessere Außenwirkung. Das Ergebnis wird die strategische Neuausrichtung der Partei nach der jüngsten Wahlniederlage prägen.






