Spätaussiedler-Zahlen 2025: Kasachstan verliert an Bedeutung für Friedland
Friedrich-Wilhelm WerneckeSpätaussiedler-Zahlen 2025: Kasachstan verliert an Bedeutung für Friedland
Friedland, das zentrale Aufnahmelager und Registrierungszentrum für Spätaussiedler in Niedersachsen, verzeichnete 2025 insgesamt 4.238 Neuankömmlinge. Unter ihnen befanden sich 1.079 Menschen aus Kasachstan – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den vorherigen Jahrzehnten. Die Einrichtung dient zudem als Ausgangspunkt für Integrationsprogramme, darunter Sprach- und Orientierungskurse.
In den 1990er-Jahren und Anfang der 2000er wanderten jährlich Zehntausende aus Kasachstan nach Deutschland aus. Auf dem Höhepunkt verzeichnete Friedland über 38.000 kasachische Spätaussiedler pro Jahr. Bis 2010 war diese Zahl jedoch auf nur noch 508 gesunken.
Auch 2025 setzte sich der Trend sinkender Zuwanderungszahlen fort. In diesem Jahr wurden 6.209 Anträge auf Anerkennung als Spätaussiedler geprüft, von denen 3.700 bewilligt wurden. Neben den 1.079 Registrierten aus Kasachstan nahm Friedland zudem 2.562 Personen aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan auf.
Der kontinuierliche Rückgang der vergangenen 15 Jahre spiegelt tiefgreifende Veränderungen in den Migrationsströmen wider. Während Kasachstan einst den größten Anteil der Spätaussiedler stellte, bewegen sich die jährlichen Zahlen heute nur noch im niedrigen vierstelligen Bereich.
Friedland bleibt der zentrale Anlaufpunkt für Spätaussiedler in Niedersachsen und übernimmt sowohl die Registrierung als auch erste Integrationsschritte. Die Zahlen von 2025 bestätigen den langfristigen Rückgang der Zuwanderung aus Kasachstan, die heute nur noch einen Bruchteil früherer Werte ausmacht. Das Zentrum passt sich weiterhin den sich wandelnden Migrationsbewegungen an und unterstützt Neuankömmlinge durch essenzielle Programme.






