29 June 2026, 10:22

SPD und CDU/CSU bleiben stark – doch die AfD gewinnt im Osten an Boden

Güllner: Absolute AfD-Mehrheit in Sachsen-Anhalt möglich

SPD und CDU/CSU bleiben stark – doch die AfD gewinnt im Osten an Boden

Die traditionellen Parteien Deutschlands können weiterhin auf starke Unterstützung bauen: Fast die Hälfte der Wähler steht nach wie vor hinter der SPD. Doch die Unzufriedenheit mit der aktuellen Politik wächst. Millionen fühlen sich von CDU/CSU und SPD nicht mehr vertreten, während die rechtspopulistische AfD in einigen Regionen an Zuspruch gewinnt.

Die SPD verfügt über ein potenzielles Wählerreservoir von 46 Prozent, die CDU/CSU folgt mit 45 Prozent knapp dahinter. Viele blicken zwar weiterhin positiv auf die SPD, doch ihre Schwerpunktsetzung auf Themen wie Mindestlohn und Bürgergeld hat besonders Beschäftigte in stabilen Arbeitsverhältnissen verprellt.

Die Anziehungskraft der AfD unterscheidet sich deutlich zwischen Ost und West: In Westdeutschland könnten 24 Prozent der Wahlberechtigten die Partei wählen, in Ostdeutschland sind es hingegen 41 Prozent. Bundesweit wollen 20 Prozent der Wähler sicher für die AfD stimmen, weitere 8 Prozent ziehen dies in Betracht. Gleichzeitig lehnen rund 60 Prozent der Ostdeutschen die Partei kategorisch ab.

Der Politikwissenschaftler Manfred Güllner warnt, dass die AfD bei der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine absolute Mehrheit erringen könnte. Zugleich deutet er an, dass das Wählerpotenzial der Partei möglicherweise ausgeschöpft sei. Eine Mobilisierung der gemäßigteren Wähler, so Güllner, könnte eine Zweidrittelmehrheit der AfD noch verhindern.

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Während SPD und CDU/CSU weiterhin breite Unterstützung genießen, wächst die Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Die AfD bleibt regional unterschiedlich stark – mit besonders hohem Zuspruch im Osten. Analysten gehen davon aus, dass die Wahlbeteiligung der gemäßigteren Kräfte den Ausgang der entscheidenden Landeswahlen mitbestimmen wird.

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