Streit um CDU-AfD-Foto: Heuer widerspricht eigener Schilderung des Treffens
Friedrich-Wilhelm WerneckeStreit um CDU-AfD-Foto: Heuer widerspricht eigener Schilderung des Treffens
Ein Foto des CDU-Fraktionsvorsitzenden Guido Heuer und des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund bei einer gemeinsamen Veranstaltung sorgt für Fragen. Die in Halberstadt aufgenommene Aufnahme zeigt beide Männer mit Mikrofonen in der Hand – ein Widerspruch zu Heuers früherer Schilderung des Treffens. Ausrichter der Veranstaltung war der Landesverband Sachsen-Anhalt des Liberal-Mittelständischen Verbands (LMV).
An der Podiumsdiskussion nahmen Vertreter von CDU, AfD, Linken, Grünen und BSW teil. Heuer ergriff nach einer Aussage Siegmunds das Wort, woraufhin das umstrittene Foto entstand. Während der Veranstaltung betonte Heuer die Position seiner Partei und erklärte, man werde zwar „Grenzen ziehen, aber nicht ausschließen“ – eine klare Absage an eine Zusammenarbeit mit der AfD. Zugleich stellte er klar, dass die CDU weder mit der AfD noch mit der Linken eine Koalition eingehen werde.
Angelika Hießerich-Peter, Bundesvorsitzende des LMV, distanzierte sich wegen Siegmunds Teilnahme von der Veranstaltung. Siegmund selbst wies in einem Interview mit der Jungen Freiheit Vorwürfe zurück, die „Brandmauer“ zwischen CDU und AfD bröckle.
Das Foto befeuert Spekulationen über verschobene politische Kräfteverhältnisse in Sachsen-Anhalt. Heuers Erklärungen und die Anwesenheit mehrerer Parteien bei der Diskussion unterstreichen die anhaltenden Debatten über parteipolitische Abgrenzung. Die CDU bleibt dabei: Weder mit der AfD noch mit der Linken wird es Bündnisse geben.






