Sturm "Elli" legt Braunschweig lahm – war der Winterdienst überfordert?
Mustafa TröstSturm "Elli" legt Braunschweig lahm – war der Winterdienst überfordert?
Starker Schneefall durch Sturm „Elli“ legte Braunschweig im Februar lahm
Straßen, Schulen und der Bahnverkehr kamen zum Erliegen, als Schneeverwehungen wichtige Verkehrsadern blockierten. Nun stellen Stadtverantwortliche infrage, ob die Winterdienste ausreichend auf das Extremwetter vorbereitet waren.
Die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS brachte am 18. Februar mit einem offiziellen Antrag Bedenken vor. Darin forderte sie eine Überprüfung der Personal- und Ausstattungsplanung des Dienstleisters ALBA – die aktuellen Kapazitäten hätten bei anhaltendem Schneefall nicht ausgereicht. Besonders kritisiert wurde die Vernachlässigung der Radwege, die im Schnitt nur alle 19 Stunden geräumt werden konnten, während viele Straßen noch länger unberührt blieben.
Die Räumteams arbeiteten zwar im Dauerbetrieb, doch frisch freigeräumte Straßen waren schnell wieder unpassierbar. Anwohner beklagten gefährliche Verhältnisse, vor allem auf Radwegen und Gehwegen, die die Mobilität in der gesamten Stadt einschränkten. Im Antrag hieß es, dass nicht geräumte Wege ernsthafte Risiken für Radfahrer und Fußgänger darstellten.
Nach Beratungen im Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Beschaffung sowie im Verwaltungsausschuss stimmte der Stadtrat der Untersuchung zu. Die Ergebnisse sollen das künftige Winterdienstmodell Braunschweigs prägen, das ab 2031 greifen soll.
Geprüft wird, ob die aktuelle Struktur von ALBA extremen Winterbedingungen gewachsen ist. Die Erkenntnisse fließen in die geplanten Anpassungen bis 2031 ein. Kurzfristig will die Stadt jedoch bereits vor dem nächsten Winter Lücken bei der Räumung von Rad- und Gehwegen schließen.






