09 May 2026, 14:29

Wanderausstellung zeigt: Warum Medizin Frauen und Männer anders behandeln muss

Eine Gruppe von Menschen auf einer Treppe, die zu einem Podium mit einem Mikrofon führt, vor einer Menge mit Kameras auf der 2018 Nationalen Konferenz für FrauenGesundheit.

Wanderausstellung zeigt: Warum Medizin Frauen und Männer anders behandeln muss

Neue Wanderausstellung zu „geschlechtergerechter Medizin“ an der Universitätsmedizin Halle

Am 12. Mai 2023 eröffnet an der Universitätsmedizin Halle eine neue Wanderausstellung zum Thema „Geschlechter- und gendersensible Medizin“. Bis zum 28. Mai bietet die Schau der Öffentlichkeit Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse – der Eintritt ist für alle Besucherinnen und Besucher kostenfrei.

Präsentiert werden zwölf ausführliche Poster, die medizinische Unterschiede zwischen den biologischen Geschlechtern beleuchten. Die Themen reichen von Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten bis hin zu Erkrankungen wie Osteoporose, Herzinfarkten und Depressionen. Auch Infektionen, Gefäßerkrankungen und das Chronische Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) werden behandelt.

Veranstaltet wird die Ausstellung vom Deutschen Ärztinnenbund und der Deutschen Gesellschaft für Geschlechterspezifische Medizin, unterstützt durch die Margarete-Ammon-Stiftung. Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, betont die Bedeutung dieses Ansatzes: „Eine geschlechter- und gendersensible Medizin kann zu besseren Behandlungen für Frauen und Männer führen.“

Über medizinische Unterschiede hinaus widmet sich die Ausstellung auch übergeordneten Fragen: Dazu zählen die Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen der Medizin, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit sowie Fortschritte in Forschung und Lehre. Ziel ist es, komplexe Erkenntnisse verständlich aufzubereiten und gleichzeitig Impulse für Medizin, Wissenschaft und Bildung zu setzen.

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Die Ausstellung ist bis zum 28. Mai in der Universitätsmedizin Halle für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Besuch der Poster ist kostenlos. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, mit der Veranstaltung das Bewusstsein für geschlechtersensible Gesundheitsversorgung zu schärfen und weitere Entwicklungen in diesem Bereich anzustoßen.

Quelle