Warnstreik im Einzelhandel: Gewerkschaft fordert 250 Euro mehr Lohn pro Monat
Corinna SchinkeWarnstreik im Einzelhandel: Gewerkschaft fordert 250 Euro mehr Lohn pro Monat
Warnstreik nach gescheiterten Tarifverhandlungen ausgerufen
Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen hat die Gewerkschaft zu einem Streik aufgerufen. Sie vertritt Beschäftigte in großen Einzelhandels- und Großhandelsketten, darunter Rewe, Penny und IKEA. Proteste sind in mehreren deutschen Städten geplant.
Die Gewerkschaft fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten. Zudem verlangt sie eine jährliche Aufstockung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro pro Ausbildungsjahr. Die Arbeitgeber haben ihr Lohnangebot trotz fortlaufender Gespräche nicht verbessert.
Laut aktuellem Vorschlag sollten Einzelhandelsbeschäftigte nach sechs Monaten eine Erhöhung von 2 Prozent erhalten. Großhandelsmitarbeiter würden nach monatelanger Lohnstagnation 1,8 Prozent mehr bekommen. Die Gewerkschaft kritisiert, dass diese Anpassungen hinter der erwarteten Inflationsrate zurückbleiben.
Von dem Streikaufruf betroffen sind Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro sowie die Rewe Logistik. Die Gewerkschaft pocht zudem auf eine Laufzeit des neuen Tarifvertrags von zwölf Monaten. Kundgebungen sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt vorgesehen.
Der Streik folgt auf gescheiterte Verhandlungen über Löhne und Vertragsbedingungen. Beschäftigte aus dem Einzel- und Großhandel wollen damit gegen ihre unerfüllten Forderungen protestieren. Wie sich die Aktion auswirken wird, bleibt ungewiss, da die Gespräche weiterhin feststecken.
