27 June 2026, 06:23

Weihnachtsgeld 2024: Warum vom Bruttobonus nur die Hälfte übrig bleibt

Weihnachtsgeld brutto oder netto: Wie viel bleibt übrig?

Weihnachtsgeld 2024: Warum vom Bruttobonus nur die Hälfte übrig bleibt

Weihnachtsgeld in Deutschland unterliegt der vollen Besteuerung – anders als das reguläre Monatsgehalt. Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche brutto Sonderzahlung für Beschäftigte mit Tarifvertrag bei etwa 2.987 Euro. Nach Abzügen bleiben Arbeitnehmern netto jedoch meist nur 1.500 bis 1.900 Euro.

Der Nettobetrag fällt oft geringer aus, weil Weihnachtsgeld mit höheren Steuersätzen und Sozialabgaben belastet wird. Die Bonuszahlung wird dem zu versteuernden Jahreseinkommen hinzugerechnet, was Empfänger unter Umständen in eine höhere Steuerklasse rutschen lässt. Zudem werden bis zu 22 Prozent Sozialversicherungsbeiträge einbehalten.

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Die Sechstelregelung kann die Steuerlast mindern, wenn der Bonus 25 Prozent des monatlichen Bruttogehalts übersteigt. Gutverdiener zahlen auf Beträge oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze keine Sozialabgaben. Im Schnitt behalten Arbeitnehmer 50 bis 65 Prozent ihres Bruttobonus – je nach Steuerklasse und Einkommenshöhe.

Mit der Steuererklärung können Beschäftigte die auf das Weihnachtsgeld gezahlten Steuern prüfen. Die höheren Abzüge wirken wie eine Vorauszahlung; nach der Jahreserklärung gibt es oft eine Rückerstattung. Das System sorgt dafür, dass Sonderzahlungen anders besteuert werden als das reguläre Gehalt. Über die Steuererklärung lassen sich Teile der Abzüge zurückholen. Dennoch bleibt der Nettobetrag aufgrund von Pflichtbeiträgen und Steuern deutlich unter dem Bruttowert.

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