Wie die WM 2026 Berlin für Wochen in Fußballfieber versetzte – und dann verschwand
Nuray PlathWie die WM 2026 Berlin für Wochen in Fußballfieber versetzte – und dann verschwand
Berlin war während der WM 2026 nicht wiederzuerkennen. Die Stadt verwandelte sich in ein einziges großes Stadion, Spätis und Balkone hingen voller Fußballdekorationen. Selbst wer sich sonst nie für den Sport interessierte, wurde mitgerissen.
Der Autor hatte früher kaum Berührungspunkte mit Fußball. Was ein Tor im Spiel eigentlich bedeutete, war ihm kaum geläufig. Doch mit Beginn des Turniers wuchs die Neugier.
Plötzlich verfolgte er Spielzusammenfassungen, schloss sich einem Public Viewing an und diskutierte mit Fremden über die Regeln. Auf einmal debattierten Menschen, die sonst nur über das Wetter sprachen, über Aufstellungen und Taktiken. Selbst die größten Skeptiker wurden zu Fußballkenner:innen.
Doch so schnell die Begeisterung gekommen war, verflog sie auch wieder. Berlin fand zurück in seinen gewohnten Rhythmus. Und mit ihm verschwand auch das Interesse des Autors am Fußball.
Die WM hatte vielen eine kurzlebige Leidenschaft für den Sport beschert. Die Dekorationen in den Läden verschwanden, die Gespräche kehrten zu Alltagsthemen zurück. Das Leben in Berlin ging weiter – wie zuvor.






