24 April 2026, 04:22

Wie Energieversorger mit Tochterfirmen die Ladeinfrastruktur für E-Autos revolutionieren

Gro├čes modernes Geb├Ąude mit zahlreichen Fenstern, als Deutsche Bank Hauptsitz in Frankfurt, Deutschland identifiziert, umgeben von urbaner Infrastruktur wie Stra├čenlaternen, L├Ąmpen, Elektrookkaln, Elektrokabeln, Kraftfahrzeugen auf der Stra├če, Str├Ąuchern, B├Ąumen und einem wolkenverhangenen Himmel.

Wie Energieversorger mit Tochterfirmen die Ladeinfrastruktur für E-Autos revolutionieren

Deutsche Energieregeln schränken Stromnetzbetreiber beim Betrieb öffentlicher Ladesäulen für Elektroautos ein. Diese Vorschrift hat Unternehmen wie die Stadtwerke Tübingen dazu veranlasst, eigenständige Tochtergesellschaften für die Ladeinfrastruktur zu gründen. Ihre neue Tochterfirma Ecowerk e-charge will nun ein flächendeckendes Netz öffentlicher Ladestationen in der Region aufbauen.

Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge (E-Autos) steigt, aber Hindernisse wie hohe Anfangsinvestitionen und eine noch unzureichende Infrastruktur bestehen bleiben. Die Stadtwerke Tübingen haben den Bedarf, in neue Märkte vorzudringen – stets im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben – schon lange erkannt. Nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) dürfen Stromverteilnetzbetreiber keine öffentlichen Ladestationen besitzen oder betreiben. Um diese Hürde zu umgehen, gründete das Unternehmen Ecowerk für Projekte im Bereich erneuerbare Energien und Ecowerk e-charge speziell für die Ladeinfrastruktur.

Ecowerk e-charge plant den Aufbau eines dichten Netzes öffentlicher Ladestationen, darunter Schnelllade-Hubs und langsamer ladende Einheiten für längere Parkzeiten. Die Tochtergesellschaft bietet zudem eigene Tarifmodelle für das Laden an, Unternehmenslösungen von der Planung bis zum Betrieb sowie Abrechnungsdienstleistungen für andere Ladeanbieter. Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, betont, dass die Bündelung verwandter Dienstleistungen unter einem Dach die Entwicklung beschleunige. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass E-Autos auf Dauer oft günstiger seien als Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ein weiterer Akteur in diesem Sektor ist die Ladestationen Südwest GmbH & Co. KG (LSG), die in Zweibrücken mit Unterstützung der Stadtwerke Zweibrücken und sieben weiterer regionaler Versorger gegründet wurde. Als Charge-Point-Operator (CPO) finanziert LSG ihre Aktivitäten über Ladegebühren und Roaming-Partnerschaften. Bereits jetzt betreibt das Unternehmen über 300 Ladestationen in der Region. Dennoch verweist Sophie-Charlotte Knecht, Mitgeschäftsführerin von LSG, auf anhaltende Herausforderungen: Verbraucher zweifeln weiterhin an der Reichweite der Batterien, die Anschaffungskosten sind hoch, und Lücken in der Ladeinfrastruktur bremsen die Verbreitung von E-Autos aus.

Trotz rechtlicher und marktbedingter Hürden erweitern Ecowerk e-charge und LSG das öffentliche Ladeangebot. Ihre Bemühungen zielen darauf ab, Elektrofahrzeuge für Autofahrer alltagstauglicher zu machen. Durch die Ausgliederung der Infrastruktur in eigenständige Gesellschaften passen sich Energieversorger den Vorschriften an – und treiben gleichzeitig die Verbreitung der E-Mobilität voran.

Quelle