19 April 2026, 12:27

Willy-Brandt-Witwe attackiert SPD: "Politische Korrektheit statt Realität"

Deutsches Propagandaplakat für die Nazi-Partei mit zwei Männern auf einem Sofa.

Willy-Brandt-Witwe attackiert SPD: "Politische Korrektheit statt Realität"

Brigitte Seebacher, die Witwe des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, hat ihre frühere Partei, die SPD, öffentlich scharf kritisiert. In einer jüngsten Stellungnahme stellte sie die politische Ausrichtung der Sozialdemokraten infrage und mahnte zur Vorsicht bei möglichen Koalitionen in Rheinland-Pfalz.

Seebacher war 1995 aus der SPD ausgetreten – drei Jahre nach Brandts Tod. Nun wirft sie der Partei vor, sich von ihren Wurzeln entfernt zu haben. Obwohl klassische Industriearbeitsplätze seltener geworden seien, gebe es nach wie vor werktätige Menschen, doch die SPD habe versagt, sich ihren Bedürfnissen anzupassen.

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Die SPD setze zu sehr auf Nostalgie und Sozialleistungen, statt innovative Lösungen zu entwickeln, kritisierte Seebacher. Stattdessen klammere sich die Partei an vergangene Erfolge und pflege eine "politische Korrektheit", die von der Realität entkoppelt sei. Als Beispiel nannte sie Alexander Schweitzer, den SPD-Landesvorsitzenden in Rheinland-Pfalz, dessen vegane Ernährung sie als weltfremd verspottete.

Auch zu den laufenden Koalitionsgesprächen in Rheinland-Pfalz äußerte sich Seebacher. Sie warnte den Wahlgewinner davor, sich mit der geschwächten SPD zu verbünden. Stattdessen regte sie an, die CDU solle eine Zusammenarbeit mit der AfD prüfen – ein Schritt, der die deutsche Politik grundlegend verändern würde.

Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der die SPD in Umfragen fast zehn Prozentpunkte verloren hat. Seebacher ging sogar so weit zu sagen, dass politische Parteien nicht für die Ewigkeit gemacht seien – eine deutliche Anspielung auf tiefe strukturelle Probleme der Sozialdemokraten.

Seebachers Kritik unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit mit dem aktuellen Kurs der SPD. Angesichts sinkender Umfragewerte und innerparteilicher Spannungen steht die Partei unter Druck, ihre Rolle neu zu definieren. Ihr Vorschlag einer CDU-AfD-Kooperation könnte die politische Landschaft in Rheinland-Pfalz zusätzlich umkrempeln.

Quelle