Wolfsangriff in Thüringen: Sechs Schafe tot – Familie fordert strengere Schutzmaßnahmen
Nuray PlathWolfsangriff in Thüringen: Sechs Schafe tot – Familie fordert strengere Schutzmaßnahmen
Wolfsangriff in Thüringen: Schafzuchtbetrieb erleidet schwere Verluste
Ein Schafbetrieb in Thüringen hat nach einem mutmaßlichen Wolfsangriff am Wochenende schwere Verluste hinnehmen müssen. Schafmeister Egon Specht entdeckte am Sonntagmorgen sechs tote Mutterschafe und zwei weitere schwer verletzte Tiere. Der Vorfall befeuert erneut Forderungen lokaler Nutztierhalter nach klareren rechtlichen Regelungen im Umgang mit sogenannten "Problemwölfen".
Der Angriff ereignete sich auf dem Hof der Familie Specht in der Rhön. Als Specht die Tiere fand, stellte er schwere Bisswunden an den sechs überlebenden Schafen fest, die später tierärztlich versorgt werden mussten. Die Familie erstattete Anzeige beim Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, genauer beim Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse.
Die Schafhalter vermuten, dass mehr als ein Wolf für den Angriff verantwortlich ist. Am Tatort wurden Proben entnommen, um zu bestätigen, ob tatsächlich Wölfe die Urheber waren. Die Familie betonte, dass ihre Schafzucht eine zentrale Rolle bei der Erhaltung der offenen Kulturlandschaft der Rhön spielt.
Die finanziellen Folgen sind beträchtlich: Durch den Verlust der Tiere und die Tierarztkosten steht die Familie Specht vor hohen Ausgaben.
Der Vorfall verstärkt die Dringlichkeit von Forderungen nach strengeren Vorschriften zum Wolfsmanagement in Thüringen. Landwirte wie die Familie Specht argumentieren, dass klarere gesetzliche Maßnahmen nötig seien, um ihre Existenzgrundlage zu schützen. Die Behörden warten nun auf die Testergebnisse, um die Ursache des Angriffs endgültig zu klären.






