04 May 2026, 16:35

Apotheken kämpfen mit explodierenden Personalkosten bis 2027

Plakat mit der Aufschrift "Verringerung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo

Apotheken kämpfen mit explodierenden Personalkosten bis 2027

Personalkosten in Apotheken steigen dieses Jahr stark an

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Zum 1. Januar 2026 trat eine Lohnerhöhung von drei Prozent in Kraft, die die jährlichen Ausgaben um durchschnittlich 9.500 Euro steigen lässt. Weitere Belastungen zeichnen sich ab, da die Anhebung des Mindestlohns und neue Tarifverhandlungen bevorstehen.

Die aktuelle Lohnerhöhung ergibt sich aus bestehenden Tarifverträgen. Apotheken müssen nun höhere Personalkosten tragen – allein die drei Prozent mehr schlagen mit mehreren tausend Euro pro Jahr zu Buche. Bereits im Sommer 2024 war der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro gestiegen, was die jährlichen Kosten pro Apotheke um etwa 700 Euro erhöhte.

Weitere Belastungen stehen bevor Ab dem 1. Januar 2027 steigt der Mindestlohn erneut – auf 14,60 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 17,6 Prozent seit 2024. Erfahrungswerte zeigen, dass solche Erhöhungen oft zu flächendeckenden Lohnsteigerungen in der Branche führen.

Tarifverträge laufen aus – neue Verhandlungen stehen an Die aktuellen Vereinbarungen nähern sich ihrem Ende. Der Tarifvertrag der Tarifgemeinschaft Leitender Apothekenangestellter (TGL) in Nordrhein-Westfalen läuft am 30. Juni 2026 aus. Bundeseinheitlich endet die Vereinbarung zwischen Adexa und dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) am 31. Dezember 2026 – neue Verhandlungen sind unvermeidbar. Die Gewerkschaft Adexa bereitet sich bereits auf die anstehenden Gespräche vor.

Experten warnen vor wachsender finanzieller Belastung Fachleute wie die Treuhand Hannover verweisen auf die zunehmende Kostenlast für Arbeitgeber, ohne dass Entlastung in Sicht wäre. Die Branche litt bereits vor den jüngsten Preistreibereien unter angespannten Finanzen.

Doppelte Herausforderung: Steigende Löhne und anstehende Tarifrunden Bis 2027 wird der Mindestlohn auf 14,60 Euro klettern, während neue Tarifabschlüsse die Kosten weiter in die Höhe treiben könnten. Apothekenbetreiber müssen diese Belastungen bewältigen – doch der Spielraum für eine finanzielle Erholung ist begrenzt.

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