04 May 2026, 18:34

Apothekerin aus Roding verliert 25.000 Euro durch perfiden Cyberbetrug mit gefälschter Merck-Rechnung

Ein Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren zeigt, die Familien monatlich Hunderte Dollar kosten können.

Apothekerin aus Roding verliert 25.000 Euro durch perfiden Cyberbetrug mit gefälschter Merck-Rechnung

Apothekeninhaberin in Roding steht nach raffiniertem Cyberbetrug vor 25.000-Euro-Verlust

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Carolin Schleußinger, Inhaberin der Marien-Apotheke in Roding, könnte eine schmerzhafte Rechnung in Höhe von 25.000 Euro zahlen müssen – und das gleich zweimal. Die Apothekerin fiel auf einen ausgeklügelten Betrug herein und überwies Geld an Kriminelle, das eigentlich an den Pharmakonzern Merck gehen sollte.

Der Fall begann, als Schleußinger eine Rechnung erhielt, die scheinbar von Merck stammte. Das Dokument enthielt geänderte Bankverbindungen mit einem neuen Konto in Spanien. Nach einer Prüfung fand sie keine Auffälligkeiten und tätigte die Zahlung.

Erst später meldete sich Merck und forderte die Begleichung derselben Rechnung – das Unternehmen bestätigte, dass Cyberkriminelle Apotheken mit gefälschten Rechnungen attackierten, die offizielle Kommunikation perfekt imitierten. Merck betonte, dass die eigenen Systeme nicht kompromittiert wurden. Stattdessen hätten die Betrüger E-Mails gefälscht, um Empfänger zu täuschen.

Schleußinger hat inzwischen Anzeige bei der Polizei erstattet und holt juristischen Rat ein. Sie kritisiert, Merck reagiere unklar, während die Apotheken mit den Folgen allein gelassen würden. Der Konzern hat mittlerweile einen Warnhinweis in seinem Online-Shop platziert und rät Kunden, Bankdaten vor Überweisungen genau zu prüfen.

Der Vorfall reiht sich in eine Welle ähnlicher Fälle ein: Bereits im vergangenen Jahr hatten Apotheken in ganz Deutschland einen Anstieg gefälschter Merck-Rechnungen gemeldet. Merck erkennt das Problem an, sieht aber die Verantwortung bei den betroffenen Unternehmen, betrügerische Anfragen zu erkennen.

Schleußinger weigert sich standhaft, die Rechnung ein zweites Mal zu begleichen. Sie argumentiert, der Angriff habe die Kommunikationswege von Merck ausgenutzt – nicht die Systeme ihrer Apotheke. Der Fall zeigt, wie stark die pharmazeutische Lieferkette zunehmend von Cyberbetrug bedroht ist. Unternehmen sind nun gezwungen, jede Transaktion mit größter Sorgfalt zu prüfen.

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