Ausgebrochener Stier legt Verkehr in Ilkerbruch lahm und wird erschossen
Friedrich-Wilhelm WerneckeAusgebrochener Stier legt Verkehr in Ilkerbruch lahm und wird erschossen
Ein 350 Kilogramm schwerer junger Stier entkam am Montagabend aus einem Stall in Ilkerbruch und sorgte für Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr. Die Behörden mussten schnell handeln, als das Tier in der Nähe einer vielbefahrenen Straße und einer Hochgeschwindigkeitszugstrecke umherlief.
Der Vorfall wurde zunächst gemeldet, als der Stier aus seinem Gehege ausbrach. Noch am späten Abend wurde die K114 aus Vorsichtsgründen gesperrt, und Zugführer wurden alarmiert. Da sich das Tier in der Nähe der ICE-Strecke aufhielt, mussten Züge ihre Geschwindigkeit drosseln und durften nur noch im sogenannten "Sichtfahrbetrieb" fahren, um Kollisionen zu vermeiden.
Versuche, den Stier mit Beruhigungsmitteln zu betäuben, scheiterten wegen seines stark erregten Zustands und sichtbarer Verletzungen. Eine Annäherung galt als zu riskant, sodass den Behörden kaum Handlungsmöglichkeiten blieben. Ein Polizeihubschrauber ortete das Tier schließlich gegen 1 Uhr nachts in einem dichten Gebüsch, doch bis zum Morgen war es weiterhin nicht gefasst und zunehmend gestresst.
Der Besitzer des Stiers stand die ganze Nacht über in Kontakt mit der Polizei und verfolgte die Lage. Da die öffentliche Sicherheit gefährdet war und keine sichere Möglichkeit bestand, das Tier zu beruhigen, entschieden die Beamten, es einzuschläfern.
Der Stier wurde getötet, um weitere Gefahren für Verkehrsteilnehmer und Zugpassagiere zu verhindern. Die K114 ist inzwischen wieder freigegeben, und der Zugverkehr läuft wieder mit normaler Geschwindigkeit. Die Behörden bestätigten, dass der Vorfall bis zum Vormittag vollständig bereinigt war.






