Automobilcluster Schwarzwald warnt vor Jobverlusten und fordert dringende Reformen
Corinna SchinkeAutomobilcluster Schwarzwald warnt vor Jobverlusten und fordert dringende Reformen
Automobilcluster der wvib Schwarzwald AG fordert dringende Reformen zum Schutz der regionalen Autoindustrie
Der Automobilcluster der wvib Schwarzwald AG hat ein Positionspapier veröffentlicht, in dem dringende Änderungen gefordert werden, um die Zukunft der Automobilindustrie in der Region zu sichern. Vor allem mittelständische Zulieferer kämpfen mit rückläufigen Auftragsvolumina, unvorhersehbaren Produktionsplänen und mangelnden Investitionen in neue Technologien. Die Initiative warnt: Ohne Gegenmaßnahmen drohen Arbeitsplatzverluste und wirtschaftliche Instabilität in Baden-Württemberg.
Hanna Böhme, Vorstandsvorsitzende der wvib Schwarzwald AG, betonte die Notwendigkeit fairer Partnerschaften zwischen Herstellern und Zulieferern. Sie verwies darauf, dass schwankende Nachfrage und kurzfristige Produktionsänderungen es den Zulieferern erschweren, in Technologie, Personal und Infrastruktur zu investieren. Der Cluster setzt sich für verlässlichere Planungsprozesse und eine engere Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein.
Das Positionspapier fordert zudem mehr Unterstützung vonseiten der Politik. Zu den zentralen Forderungen zählen wettbewerbsfähige Energiepreise, beschleunigte Genehmigungsverfahren, gezielte Fachkräfterekrutierung sowie eine stärkere Forschungsförderung. Die Initiative argumentiert, dass Entscheidungen wie das Verbrenner-Aus die Auswirkungen auf die gesamte Automobilbranche berücksichtigen müssen, um die globale Wettbewerbsfähigkeit der Region zu erhalten.
Die Zulieferer befürworten eine CO₂-Bepreisung als Marktinstrument, um Innovationen voranzutreiben. Gleichzeitig warnen sie: Ohne stabile Rahmenbedingungen bleibt der Wandel hin zur E-Mobilität und zu neuen Technologien unsicher. Allein in Baden-Württemberg gingen 2025 rund 25.000 Industriearbeitsplätze durch Kostensenkungen und Entlassungen verloren – auch andere Automobilstandorte wie Bayern und das Saarland sind stark betroffen.
Im Rahmen der Kampagne "Deutschland kann mehr" treibt die wvib Schwarzwald AG eine umfassende Reformagenda voran. Ziel ist ein verlässlicheres Wirtschaftsumfeld, das die Zukunft der Automobilindustrie in der Region sichert.
Die Forderungen des Automobilclusters zielen auf langfristige Stabilität für Zulieferer und ein stärkeres politisches Rahmenwerk ab. Ohne diese Veränderungen drohen weitere Arbeitsplatzverluste und ein Verlust an Wettbewerbsfähigkeit. Die Vorschläge sollen Innovation mit wirtschaftlicher Sicherheit für den Automobilsektor in Einklang bringen.