HEX Erlebniswelt eröffnet mit Hexenbesen-Turm als neue Touristenattraktion im Harz
Nuray PlathHEX Erlebniswelt eröffnet mit Hexenbesen-Turm als neue Touristenattraktion im Harz
HEX Erlebniswelt: Neue Touristenattraktion mit Hexenbesen-Turm eröffnet am 1. Oktober 2025 in Rothesütte
Im Landkreis Nordhausen entsteht mit der HEX Erlebniswelt eine ungewöhnliche Touristenattraktion, die am 1. Oktober 2025 ihre Tore öffnet. Herzstück des 11,3-Millionen-Euro-Projekts ist ein 70 Meter hoher Aussichtsturm in Form eines riesigen Hexenbesens. Während einige Anwohner begeistert sind, hinterfragen andere das Design und den tatsächlichen Nutzen für die Region.
Die HEX Erlebniswelt verbindet Abenteuer mit regionalem Brauchtum: Im Inneren erwartet die Besucher eine interaktive Ausstellung zu Harzer Mythen, Hexen und Sagen. Eine 100 Meter lange Rutschbahn sorgt für Adrenalin, draußen laden ein Abenteuerwald-Spielplatz und thematische Wanderwege Familien zum Verweilen ein.
Die Anlage ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und wurde barrierefrei gestaltet – mit Aufzügen, breiten Wegen und rollstuhlgerechten Zugängen. Auch gastronomische Angebote und ein Familienprogramm sind geplant.
Die Betreiber rechnen in den ersten beiden Jahren mit rund 500.000 Besuchern jährlich. Diese Prognose stützt sich auf die 4 bis 5 Millionen Übernachtungen im Harz pro Jahr sowie Vergleiche mit ähnlichen Attraktionen wie dem Phänomenal!-Freizeitpark, der 600.000 Gäste zählt. Bereits jetzt wirbt eine Social-Media-Kampagne für das Projekt und hebt dessen Erlebnischarakter und Barrierefreiheit hervor.
Doch nicht alle sind überzeugt: Einige Anwohner kritisieren den Turm als "Schandfleck" und zweifeln an seinem ökologischen und wirtschaftlichen Mehrwert. Die Diskussion spiegelt die gespaltenen Meinungen wider, wie sich die Attraktion in Landschaft und lokale Wirtschaft einfügen wird.
Am 1. Oktober 2025 startet die HEX Erlebniswelt mit dem Anspruch, Tourismus und regionale Folklore zu verbinden. Ihr Erfolg hängt davon ab, ob sie die erwarteten Besucherzahlen erreicht und die Versprechen zu Barrierefreiheit und Unterhaltung einlöst. Bis dahin bleibt das Projekt ein viel diskutiertes Thema – bei Einheimischen wie bei potenziellen Touristen.