19 March 2026, 10:46

Baden-Württemberg lockert Düngeregeln für Ackerflächen an – mehr Flexibilität für Landwirte

Alter Buchumschlag aus dem Jahr 1941 mit dem Titel "Düngemittel Saatgut Landwirtschaftliche Geräte" mit einer Illustration einer grünen Pflanze mit Blättern und Stielen.

Baden-Württemberg lockert Düngeregeln für Ackerflächen an – mehr Flexibilität für Landwirte

Baden-Württemberg passt Düngeregeln für bestimmte Ackerflächen an

Dieser Herbst lockert Baden-Württemberg die Vorschriften für die Verwendung stickstoffhaltiger Düngemittel auf bestimmten landwirtschaftlichen Flächen. Die Änderungen ermöglichen eine Verschiebung der üblichen Sperrfristen um bis zu vier Wochen. Die Behörden wollen damit besser auf lokale Wetter- und Bodenverhältnisse reagieren, ohne die strengen Kontrollen aufzuweichen.

Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat Anpassungen der Düngeverbote für Dauergrünland, zeitweiliges Grünland sowie Ackerland mit mehrjährigen Futterpflanzen genehmigt. Die Regelungen können über Einzelgenehmigungen, Gruppenfreigaben oder flächendeckende Kreisverordnungen umgesetzt werden. Vor der Erteilung von Genehmigungen müssen die örtlichen Landwirtschaftsämter eng mit den Wasserbehörden zusammenarbeiten.

Seit 2021 haben bereits 23 der 35 Landkreise des Bundeslandes von allgemeinen Verordnungen Gebrauch gemacht, um die Düngeverbote für ähnliche Flächenarten zeitlich anzupassen. Die Änderungen stellen sicher, dass die gesamte ununterbrochene Sperrzeit gleich bleibt – die zeitliche Lage lässt sich jedoch besser an saisonale Anforderungen und Wetterbedingungen anpassen.

Ziel der Neuregelung ist es, Landwirt:innen eine effizientere Stickstoffausbringung zu ermöglichen. Durch die Abstimmung des Düngeeinsatzes mit dem Bedarf der Kulturen und den Umweltbedingungen soll die Politik landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit in Einklang bringen.

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Die neuen Regeln treten in diesem Herbst in Kraft, wobei die Landratsämter den Prozess steuern. Landwirt:innen müssen Anträge auf Genehmigungen stellen oder sich an aktualisierte örtliche Verordnungen halten. Die Vorschriften bewahren zwar eine strenge Aufsicht, bieten aber gleichzeitig Spielraum für regionale Unterschiede.

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