Baden-Württembergs Industrie sieht erstmals seit zwei Jahren Licht am Export-Horizont
Mustafa TröstMehr Optimismus bei den Ausfuhren - Unsicherheit bleibt hoch - Baden-Württembergs Industrie sieht erstmals seit zwei Jahren Licht am Export-Horizont
Die Exportaussichten für Industrieunternehmen in Baden-Württemberg haben sich erstmals seit zwei Jahren verbessert. Zu Beginn des Jahres 2026 rechnen nun 28 % der Firmen mit steigenden Exporten – ein Anstieg gegenüber 26 % im Sommer 2025. Diese Entwicklung markiert einen vorsichtigen, aber bemerkenswerten Stimmungswandel nach einer langen Phase der Unsicherheit.
Unterdessen prognostiziert die Bundesregierung für 2026 ein moderates Wachstum der nationalen Exporte um 0,8 % – den ersten Anstieg seit drei Jahren. Aktuelle Daten zeigen, dass die inländischen Aufträge im Dezember 2025 um 10,7 % zulegten, während das Auslandsgeschäft ebenfalls um 5,6 % stieg, angetrieben vor allem durch die Nachfrage aus Ländern außerhalb der Eurozone.
Die jüngsten Zahlen zeichnen ein gemischtes, aber stabileres Bild in den verschiedenen Regionen. In Baden-Württemberg erwarten mittlerweile weniger Unternehmen einen Rückgang der Exporte: Nur noch 20 % rechnen mit einem Minus, verglichen mit 28 % vor sechs Monaten. Trotz dieser Verbesserung bleiben geopolitische Risiken für 54 % der heimischen Industrieunternehmen eine große Sorge.
Auf der anderen Seite des Atlantiks präsentiert sich die Lage in den USA ausgeglichener. Zwar erwarten 30 % der Firmen höhere Exporte, doch 33 % prognostizieren weiterhin einen Rückgang. Dies steht im deutlichen Kontrast zum Sommer 2025, als mehr als die Hälfte (53 %) mit sinkenden Exporten rechnete. Die Entwicklung deutet auf ein vorsichtig optimistisches, wenn auch noch verhaltenes Vertrauen in die Handelsperspektiven hin.
Die positivste Einschätzung kommt aus Asien, wo 29 % der international tätigen Unternehmen nun mit wachsenden Exporten rechnen – ein Anstieg gegenüber 26 % im Sommer 2025. Dieser regionale Optimismus sticht angesichts der anhaltenden globalen Unsicherheiten hervor. Deutsche Handelsdaten untermauern diesen Trend: Bestellungen aus Ländern außerhalb der Eurozone stiegen um 9,7 % und zeigen, wo die Nachfrage zunimmt.
Der Beginn des Jahres 2026 bringt erste Anzeichen einer Erholung für die deutschen Exporte, wobei Unternehmen in Baden-Württemberg erstmals seit zwei Jahren eine positive Entwicklung verzeichnen. Zwar bestehen geopolitische Risiken fort, doch die Daten deuten auf eine schrittweise Besserung hin – insbesondere in Asien und auf Märkten außerhalb der Eurozone. Die Prognose der Bundesregierung von 0,8 % Exportwachstum unterstreicht diesen Trend und bietet einen bescheidenen, aber deutlichen Bruch mit den Jahren des Rückgangs.
Export Sentiment Swings: From Optimism to Uncertainty
German export confidence has swung sharply in early 2026. The ifo Exporterwartungen index rose to +2.6 in February, driven by optimism in electronics and automotive sectors. By March, however, it plummeted to -0.9 as Iran war tensions sparked fears of declining demand. Key shifts include:
- Automakers remain bullish despite broader uncertainty.
- Chemicals/paper sectors maintain pessimism about exports.
- Electronics and food manufacturers see rising foreign sales.
- Metals and machinery report stable but cautious outlooks.






