21 April 2026, 06:28

Bundeswehr besucht über 2.000 Mal Schulen – Kritik an wachsender Militärpräsenz

Ein Buch, das bunte deutsche Armee-Militäruniformen mit detaillierten Details wie Helmen, Gewehren und anderen Waffen zeigt.

Bundeswehr besucht über 2.000 Mal Schulen – Kritik an wachsender Militärpräsenz

Die deutschen Streitkräfte, die Bundeswehr, haben im ersten Quartal 2024 über 2.000 Schulbesuche durchgeführt. Zwischen Januar und März besuchten Soldaten und Jugendoffiziere bundesweit Klassenzimmer. Kritiker äußern Bedenken angesichts der wachsenden Häufigkeit dieser Kontakte zu jungen Schülerinnen und Schülern.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 führte die Bundeswehr insgesamt 2.013 Schulbesuche durch. Bayern verzeichnete mit 562 Einsätzen die höchste Zahl, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 291 Besuchen. Niedersachsen registrierte 269 Termine, Baden-Württemberg 219.

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Zudem veranstaltete das Militär im selben Zeitraum 20 Veranstaltungen an Hochschulen. Rechtlich darf die Bundeswehr in Schulen über Sicherheitspolitik informieren, die aktive Anwerbung minderjähriger Schüler ist ihr jedoch untersagt.

Nicole Gohlke, bildungspolitische Sprecherin der Linken, verurteilte die zunehmende Präsenz uniformierter Soldaten in Klassenzimmern. Sie argumentiert, Jugendoffiziere und Berufsberater dienten dazu, das militärische Leben unter Minderjährigen zu normalisieren. Die Zahl solcher Besuche ist in den letzten Jahren stark angestiegen.

In einigen Regionen haben sich die Schulbesuche der Bundeswehr im Vergleich zu früheren Jahren mehr als verdoppelt. Da rechtliche Grenzen für die Rekrutierung gelten, liegt der Fokus auf sicherheitspolitischen Diskussionen statt auf der Anwerbung. Der Trend zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung, da das Militär seine Öffentlichkeitsarbeit bei jungen Zielgruppen weiter vorantreibt.

Quelle