29 June 2026, 18:49

CDU-Politiker Krings zerpflückt Prostituiertenschutz-Kommission als "einseitig und realitätsfremd"

CDU-Vize Krings kritisiert Prostituiertenkommission

CDU-Politiker Krings zerpflückt Prostituiertenschutz-Kommission als "einseitig und realitätsfremd"

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat eine von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingesetzte Kommission scharf kritisiert. Die Kommission prüft mögliche Reformen des deutschen Prostituiertenschutzgesetzes. Krings wirft ihr vor, ihre Ergebnisse seien unzuverlässig und ihre Zusammensetzung einseitig.

Die Kommission stützt sich auf einen Evaluierungsbericht eines kriminologischen Instituts. Dieser kommt zu dem Schluss, dass ein Viertel der legal gemeldeten Sexarbeiter:innen einen Hochschulabschluss besitzt. Zudem heißt es, 80 Prozent seien krankenversichert. Krings hält diese Zahlen für realitätsfremd.

Er verweist darauf, dass bundesweit lediglich 50 Sexarbeiter:innen sozialversicherungspflichtig beschäftigt seien. Die Studie spiegle seiner Meinung nach nur einen kleinen, privilegierten Ausschnitt der Branche wider. Tatsächlich schätzt er, dass nicht mehr als zehn Prozent der Sexarbeiter:innen offiziell registriert sind.

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Krings warf zudem der Kommissionsvorsitzenden vor, fragwürdige Forschungsergebnisse zu fördern. Dieselbe Person leitet auch das Institut, das den umstrittenen Bericht erstellt hat. Die Kommission bezeichnete er als „einseitig besetzt“ – etwas, das er in der Regierungszeit von CDU und CSU in dieser Form noch nicht erlebt habe.

Von Anfang an zeigt sich die CDU/CSU-Fraktion enttäuscht und verwundert über die Besetzung des Gremiums. Im Mittelpunkt des Streits stehen die Belastbarkeit der erhobenen Daten und die methodische Herangehensweise der Kommission. Krings besteht darauf, dass die Ergebnisse die Realität der Prostitution in Deutschland nicht widerspiegeln. Die Union hält an ihrer Ablehnung der Arbeit und der Methodik der Kommission fest.

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