EnBW sucht Finanzpartner für TransnetBW – Energiewende braucht Milliardeninvestitionen
Friedrich-Wilhelm WerneckeEnBW sucht Finanzpartner für TransnetBW – Energiewende braucht Milliardeninvestitionen
Der Energieversorger EnBW prüft die Möglichkeit, einen langfristigen Finanzpartner für seine Übertragungsnetz-Tochter TransnetBW ins Boot zu holen. Damit folgt das Unternehmen einem Trend der letzten Jahre, bei dem große Projekte zunehmend für externe Investoren geöffnet werden. Sollte das Vorhaben gelingen, würde EnBW die Mehrheit behalten, aber zusätzliches Kapital für die Expansion sichern.
TransnetBW betreibt ein überregionales Stromnetz, das als zentraler Baustein der deutschen Energiewende gilt. Sein Netz spielt insbesondere in Baden-Württemberg und darüber hinaus eine entscheidende Rolle, um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu unterstützen.
EnBW hat bereits in anderen kapitalintensiven Projekten – etwa bei Offshore-Windparks und Verteilnetzen – externe Partner eingebunden. Nun zieht das Unternehmen eine ähnliche Lösung für TransnetBW in Betracht: Ein potenzieller Investor könnte einen Minderheitsanteil von bis zu 49 Prozent erwerben.
Zwischen 2021 und 2025 plant EnBW Investitionen in Höhe von rund 12 Milliarden Euro in seine Geschäftsbereiche. Mehr als die Hälfte davon – über 6 Milliarden Euro – fließt in Strom- und Gasnetze. Die Mittel aus einem möglichen TransnetBW-Deal würden helfen, das weitere Wachstum des gesamten Portfolios zu finanzieren.
Die geplante Partnerschaft würde EnBW frisches Kapital zuführen, während die Mehrheit des Unternehmens in eigener Hand bleibt. Jeder Kapitalzufluss würde in den Ausbau der Energieinfrastruktur und die Förderung zukünftiger Projekte fließen. Die Entscheidung passt zu EnBWs Strategie, die Investitionslast bei Großprojekten mit Partnern zu teilen.






