Grenzbeamte decken gefälschte Papiere auf – Marokkaner wird sofort abgeschoben
Corinna SchinkeGrenzbeamte decken gefälschte Papiere auf – Marokkaner wird sofort abgeschoben
Ein Marokkaner ist aus Deutschland abgeschoben worden, nachdem Grenzbeamte gefälschte Reisedokumente bei ihm entdeckt hatten. Der 25-Jährige war bei einer Routinekontrolle in einem Fernbus aus Frankreich aufgefallen.
Der Vorfall ereignete sich am Grenzübergang Altenheim, wo Beamte der Bundespolizei seine Ausweispapiere überprüften. Sowohl sein marokkanischer Pass als auch seine rumänische Aufenthaltserlaubnis stellten sich als Fälschungen heraus.
Die Kontrolle begann, als die Beamten den Bus in Altenheim betraten – einem wichtigen Einreiseort für Reisende aus Frankreich. Der Mann legte einen marokkanischen Pass sowie eine rumänische Aufenthaltsgenehmigung vor. Bei näherer Prüfung zeigte sich, dass beide Dokumente gefälscht waren.
Zudem fand die Polizei einen gefälschten italienischen Personalausweis in seinem Besitz. Daraufhin wurde ihm die Einreise verweigert, und er wurde umgehend in einen Rückflug nach Marokko gesetzt. Dem Mann droht nun ein mehrjähriges Einreiseverbot für Deutschland.
Der Fall reiht sich in eine größere Welle von Dokumentenfälschungen an deutschen Grenzen ein. Zwischen April 2025 und März 2026 registrierte die Bundespolizei laut dem Bundeslagebild Grenzkriminalität rund 12.500 Fälle gefälschter Aufenthaltstitel oder Ausweispapiere. Die meisten Vorfälle ereigneten sich an großen Flughäfen wie Frankfurt und München.
Die Abschiebung unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Dokumentenbetrug an deutschen Einreisestellen zu bekämpfen. Die Grenzbehörden führen weiterhin stichprobenartige Kontrollen in Bussen, Zügen und Flugzeugen durch. Der Fall des 25-Jährigen ist einer von tausenden ähnlichen Vorfällen, die im vergangenen Jahr gemeldet wurden.






