05 May 2026, 12:31

Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Gladiator Fight Academy in Halle

Zwei Personen üben Karate mit Stöcken in einer Turnhalle, während andere zusehen, mit sichtbaren Deckenlampen im Hintergrund.

Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Gladiator Fight Academy in Halle

Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Halle, um gegen die Gladiator Fight Academy zu protestieren – ein Fitnessstudio, dem vorgeworfen wird, ein Rekrutierungszentrum der extremen Rechten zu sein. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen die Premiere der Gladiator Fight Series des Studios im nahegelegenen Teutschenthal.

Die Protestaktion begann vor Halles Hauptbahnhof und zog anschließend in Richtung Teutschenthal weiter, wo die Veranstaltung in einem kommunalen Kulturzentrum stattfand. Viele der Teilnehmenden waren junge Menschen, die Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ skandierten und die Schließung des Studios forderten.

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Die Gladiator Fight Academy steht seit Langem in der Kritik wegen ihrer Verbindungen zur rechtsextremen Szene. Zu ihrem Kernteam gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt. Ein weiteres zentrales Mitglied ist Christopher Henze, dem Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden. Auch Hans Krüger, Fan von Energie Cottbus und Nachwuchstrainer im Studio, tritt bei dessen Veranstaltungen an.

Der Protest erfolgt vor dem Hintergrund eines wachsenden rechtsextremen Einflusses in Sachsen-Anhalt. Bei der Bundestagswahl 2025 erreichte die AfD 37,3 Prozent der Stimmen, Umfragen deuten auf weitere Zugewinne bei der anstehenden Landtagswahl hin.

Die Demonstration unterstrich die Sorgen über die angebliche Rolle des Studios als Netzwerkplattform der extremen Rechten. Veranstalter und Protestierende kündigten an, den Druck auf die lokalen Behörden aufrechterhalten zu wollen, um die Aktivitäten der Akademie zu untersuchen. Dass die Veranstaltung in einem öffentlichen Kulturzentrum stattfand, hat die Forderungen nach Konsequenzen zusätzlich verschärft.

Quelle