07 May 2026, 06:24

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel nach Streik und Konkurrenzdruck

Logo des 48. Versorgungsgeschwader mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsgeschwader" in blau und dem Text "48. Versorgungsgeschwader" in fetter schwarzer Schrift.

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel nach Streik und Konkurrenzdruck

Jungheinrich meldet deutlichen Gewinnrückgang im ersten Quartal

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Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich verzeichnete im ersten Quartal einen starken Rückgang der Gewinne: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) halbierte sich im Vergleich zum Vorjahr. Der Einbruch fällt in eine Phase harter Konkurrenz und Produktionsstörungen, darunter ein Streik im Werk Lüneburg. Gleichzeitig hat sich der Börsenwert des Unternehmens seit Ende 2025 um fast 30 Prozent verringert und liegt derzeit bei rund 2,6 Milliarden Euro.

Die finanzielle Durststrecke folgt auf eine Phase wachsenden Drucks auf den Hamburger Traditionsbetrieb. Ein längerer Arbeitskampf im Werk Lüneburg bremste die Produktion, während Wettbewerber in Schlüsselmärkten die Konkurrenz verschärften. Diese Herausforderungen ließen das EBIT in den ersten drei Monaten des Jahres um die Hälfte einbrechen.

Gleichzeitig steht das Unternehmen vor einem Führungswechsel: Finanzvorständin Heike Wulff scheidet aus, nachdem ihr Mandat im Vorstand nicht verlängert wurde. Vorstandsvorsitzender Lars Brzoska übernimmt vorläufig die Finanzverantwortung, bis ein dauerhafter Nachfolger gefunden ist.

Jungheinrich bleibt in Familienhand – die Nachkommen des Firmengründers Friedrich Jungheinrich halten die Mehrheit der Anteile. Die 54 Millionen stimmberechtigten Stammaktien, die nicht an der Börse gehandelt werden und zu gleichen Teilen auf die Familien der beiden Töchter des Gründers entfallen, repräsentieren 53 Prozent des Gesamtkapitals. Weitere 45 Millionen stimmrechtslose Vorzugsaktien sind im MDAX notiert.

Nun steht das Unternehmen vor der Aufgabe, die Gewinne zu stabilisieren und gleichzeitig den Führungswechsel zu meistern. Brzoskas interimistische Übernahme der Finanzverantwortung dauert an, bis ein neuer CFO bestellt wird. Angesichts des gesunkenen Börsenwerts und des halbierten EBIT werden die nächsten Schritte von Jungheinrich von Investoren und Branchenbeobachtern mit Spannung verfolgt.

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