Logistikbranche fordert Soforthilfe gegen explodierende Dieselpreise und drohende Lieferengpässe
Corinna SchinkeLogistikbranche fordert Soforthilfe gegen explodierende Dieselpreise und drohende Lieferengpässe
Vier große deutsche Logistikverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, unverzüglich gegen die explodierenden Kraftstoffkosten vorzugehen. Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Transportunternehmen, Kurierdienste und Spediteure mit Rekordpreisen für Diesel kämpfen. Die Branche warnt, dass ohne kurzfristige Entlastung erhebliche Störungen in den Lieferketten drohen.
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BPEX), der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) sowie der Bundesverband Contractlogistik (BWVL) haben in einer gemeinsamen Erklärung betont, es gehe nicht um langfristige Finanzhilfen, sondern um eine vorübergehende Dämpfung der Spritkosten, um die aktuelle Krise zu überstehen.
Die derzeitigen Dieselpreise setzen Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette unter Druck. Viele Firmen stehen vor der Herausforderung, den Betrieb aufrechtzuerhalten, während sie gleichzeitig stark gestiegene Energiekosten tragen müssen. Die Verbände argumentieren, dass gezielte, kurzfristige Maßnahmen entscheidend seien, um langfristige Schäden für den Sektor zu verhindern.
Jede Entlastung, so die Forderung, solle sich ausschließlich auf die Mehreinnahmen des Staates durch höhere Energiesteuern und CO₂-Bepreisung beschränken. Der Staat dürfe nicht auf Kosten von Unternehmen und Steuerzahlern Profit aus der Situation schlagen. Stattdessen müsse der Fokus darauf liegen, die Logistik bezahlbar und funktionsfähig zu halten – ein zentraler Faktor für stabile Lieferketten und damit für Wirtschaft wie Verbraucher gleichermaßen.
Die Verbände haben deutlich gemacht, dass schnelles Regierungshandeln unverzichtbar ist. Ohne Unterstützung könnten Logistikunternehmen den steigenden Kosten kaum standhalten. Ihr Anliegen zielt auf eine vorübergehende Lösung ab, die den Druck mindert und gleichzeitig weitere wirtschaftliche Folgen abwendet.






