Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Weihnachtsradition bis heute lebt
Friedrich-Wilhelm WerneckeNationaler Krippentag: Wie eine uralte Weihnachtsradition bis heute lebt
Nationaler Krippentag: Ein Fest mit jahrhundertealter Tradition
Jedes Jahr wird am 7. Dezember in Deutschland der Nationale Krippentag begangen. Das Fest ehrt eine Tradition, die bis ins frühe Christentum und das mittelalterliche Europa zurückreicht. Doch die Idee, diesen Tag offiziell zu würdigen, stammt von einer weitaus jüngeren Persönlichkeit: Sven Giese, dem Begründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt".
Die ersten Darstellungen der Geburt Jesu waren noch schlicht: Sie zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Tradition weiter – die ersten häuslichen Krippenszenen entstanden im 16. Jahrhundert in Italien.
In Bayern nahm der Brauch später eine öffentlichere Form an, als im frühen 17. Jahrhundert Kirchenkrippe aufkamen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bereicherten zusätzliche Figuren wie Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige die Darstellungen. Doch die Säkularisation im Jahr 1802 führte zu einem Verbot von Krippen in Kirchen, woraufhin sie vermehrt in privaten Haushalten aufgestellt wurden.
Die wohl bekannteste Entstehungsgeschichte der Krippe datiert auf das Jahr 1223, als der heilige Franz von Assisi der Legende nach die erste lebendige Weihnachtskrippe schuf. Die industrielle Fertigung von Krippenfiguren im späten 19. Jahrhundert machte sie schließlich auch für weniger begüterte Familien erschwinglich und verbreitete den Brauch noch weiter.
Heute würdigt der Nationale Krippentag eine Tradition, die sich über Kontinente und Jahrhunderte hinweg entwickelt hat – von den frühen christlichen Kunstwerken bis hin zu seriengefertigten Figuren. Dank Sven Gieses Initiative bleibt dieser Brauch auch in der modernen Zeit präsent.






