Nemec und Wachtveitl erhalten Lebenswerk-Preis für 35 Jahre Krimigeschichte
Corinna SchinkeNemec und Wachtveitl erhalten Lebenswerk-Preis für 35 Jahre Krimigeschichte
Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl sind beim Wiesbadener Krimifestival mit einem Ehrenpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Die beiden Schauspieler, die vor allem durch ihre Rollen als Kommissare Batic und Leitmayr in der Kultreihe Tatort bekannt wurden, erhielten die Würdigung für eine 35-jährige Karriere, die das deutsche Fernsehen nachhaltig geprägt hat. Das Festival selbst rückt Wiesbaden in diesem Jahr als kulturellen Hotspot in den Fokus.
Nemec und Wachtveitl wurden durch ihre Darstellung des legendären Ermittlerduos in Tatort zu Publikumslieblingen. In über 100 Folgen verleihen sie ihren Figuren Tiefe, ließen sie wachsen und stellten dabei die Erwartungen des Publikums immer wieder auf die Probe. Ihre Chemie vor der Kamera – eine Mischung aus Disziplin und spürbarer Freude am Schauspiel – wurde stets gelobt.
Die Verleihung zog Branchenprominenz an. Hessens Kulturminister Timon Gremmels betonte den bleibenden Einfluss der beiden auf das deutsche Fernsehen. Schauspieler Ferdinand Hofer, der mit ihnen zusammenarbeitete, hob ihre Teamfähigkeit und Hingabe hervor. Jurymitglied Liane Jessen würdigte die Feinheiten ihres Spiels – wie Blicke, Pausen oder sogar unausgesprochene Momente eine besondere Wirkung entfalteten.
Das Festival nutzt die Auszeichnung, um die Fähigkeit des Krimi-Genres zu feiern, sich stets neu zu erfinden. Neben der Preisverleihung präsentiert es neue Serien, Podiumsdiskussionen und Fördermöglichkeiten für Nachwuchstalente. Die Veranstalter sehen im Vermächtnis des Duos den Beweis, dass Krimis Beständigkeit und Wandel gleichermaßen verkörpern können.
Der Ehrenpreis markiert einen Meilenstein für Nemec und Wachtveitl – eine Würdigung jahrzehntelanger Arbeit, die das deutsche Fernsehen geprägt hat. Ihr Einfluss reicht weit über Tatort hinaus und unterstreicht die Rolle des Festivals als Förderer innovativen Krimi-Storytellings. Die Veranstaltung festigt zudem Wiesbadens Ruf als bedeutender Ort für Kultur und kreative Köpfe.






