Nouripour attackiert deutsche Iran-Politik: "Berlin schläft im Krisenmodus"
Friedrich-Wilhelm WerneckeNouripour attackiert deutsche Iran-Politik: "Berlin schläft im Krisenmodus"
Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und Außenexperte der Grünen, hat die deutsche Iran-Politik scharf kritisiert. Er warnte, dass die aktuelle Lage in der Straße von Hormus ein inakzeptables Niveau erreicht habe. Seine Äußerungen richteten sich auch gegen Außenminister Johann Wadephul, dem er Untätigkeit vorwirft.
Nouripour verwies auf die jüngsten Angriffe des Iran auf zivile Frachtschiffe in der strategisch wichtigen Meerenge. Solche Aggressionen zeigten, dass Teheran sich in den laufenden Verhandlungen in einer Position der Stärke wähne, so der Politiker. Die fehlende offizielle Waffenruhe im Konflikt zwischen Iran und den USA verschärfe die Spannungen zusätzlich.
Zudem warf er der Bundesregierung vor, in der Iran-Politik eine passive Rolle einzunehmen. Statt Führung zu zeigen, reagiere Berlin nur noch – anstatt Entscheidungen aktiv mitzugestalten, kritisierte Nouripour. Seine Lösung: Die europäischen Staaten, die besonders von den Iran-USA-Beziehungen betroffen sind, sollten eigenständige Initiativen an den Verhandlungstischen ergreifen.
Die Kritik des Grünen-Politikers richtete sich auch direkt gegen Außenminister Wadephul, dem er vorhält, sich nicht stärker für eine aktivere deutsche Rolle einzusetzen. Nouripour betonte, dass ohne entschlossenes Handeln eine weitere Zuspitzung der Lage drohe.
Seine Aussagen unterstreichen die wachsende Unzufriedenheit mit der aktuellen deutschen Haltung gegenüber dem Iran. Nouripour besteht darauf, dass ohne direktes europäisches Engagement die Risiken in der Straße von Hormus und die regionale Instabilität anhalten werden. Sein Appell zum Handeln setzt Berlin unter Druck, seine Strategie zu überdenken.






