04 May 2026, 18:34

RAPK entschuldigt sich für Chaos bei der Revolutionären Maidemo in Kreuzberg

Eine große Menge geht eine Straße entlang, gesäumt von Zelten, Bäumen, Masten, Lichtern und einer Statue, mit Gebäuden, Wolken und Ballons im Hintergrund.

RAPK entschuldigt sich für Chaos bei der Revolutionären Maidemo in Kreuzberg

Berliner Rap-Trio RAPK entschuldigt sich für Störungen bei der Revolutionären Maidemo

Die Kreuzberger Rap-Gruppe RAPK hat sich für die Unterbrechungen bei der diesjährigen Revolutionären Maidemo entschuldigt. Ihr jährliches Solidaritätskonzert, das traditionell nach dem Myfest stattfindet, führte unbeabsichtigt zu Verzögerungen beim Demonstrationszug. Die Band räumte ihre Mitverantwortung für die Behinderung ein, betonte gleichzeitig aber ihre tiefen Wurzeln in der Protestkultur des Viertels.

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RAPK besteht aus Victor, Tariq und Gustav – alle drei sind in Kreuzberg aufgewachsen. Ihre Musik spiegelt die Kämpfe des Kiezes wider und verbindet Alltagsleben mit scharfer Gesellschaftskritik zu Themen wie Drogensucht, rassistische Polizeikontrollen und Gentrifizierung. Für sie sind Protest und Musik seit jeher untrennbar miteinander verbunden.

Am 1. Mai kollidierte ihr Konzert jedoch mit der Route der Demonstration. Als sich die Menschenmassen versammelten, kam es zu Verzögerungen beim Marsch. Die Gruppe reagierte mit Durchsagen über die Lautsprecheranlage und einem Aufruf auf Instagram, die Zuschauer sollten Platz für die Demonstration machen. Trotz ihrer Bemühungen hielt die Störung an.

Die Band sieht den Vorfall nun als Lehre für künftige Veranstaltungen. Sie bleibt dabei: Musik und Protest sollten sich gegenseitig stärken, nicht konkurrieren. Das jährliche Solidaritätskonzert, das seit dem Ende des Myfest fester Bestandteil der Szene ist, soll politische Botschaften verstärken und Menschen durch zugängliche, politisch aufgeladene Texte vereinen.

RAPKs Entschuldigung unterstreicht die Herausforderungen, Live-Events und öffentliche Kundgebungen unter einen Hut zu bringen. Der Vorfall hat die Gruppe dazu veranlasst, die Logistik für das Konzert im nächsten Jahr zu überdenken. Ihr Engagement für die Protestkultur in Kreuzberg bleibt jedoch unverändert.

Quelle