Recaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Friedrich-Wilhelm WerneckeRecaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Recaro Automotive, bekannter Hersteller von Hochleistungs-Autositzen, meldet Insolvenz an
Das Unternehmen hat seinen Antrag über das Amtsgericht Esslingen eingereicht. Die Zukunft der 215 Beschäftigten ist damit ungewiss.
Die Probleme des Unternehmens reichen mehr als ein Jahrzehnt zurück: 2011 übernahm Johnson Controls die Sparte von Recaro Automotive. Fünf Jahre später wurde Johnson Controls umstrukturiert und firmierte fortan als Adient. 2020 verkaufte Adient die Automobil-Sitzdivision schließlich an Raven Acquisitions, LLC.
Von der Insolvenz betroffen ist ausschließlich die Recaro Automotive GmbH – andere Unternehmensbereiche der Recaro-Gruppe bleiben davon unberührt. Die Mitarbeiter im Werk Kirchheim unter Teck, wo unter anderem Sitze für Fahrzeuge wie den Ford Mustang Dark Horse gefertigt werden, wurden vor der Bekanntgabe nicht informiert. Die Gewerkschaft IG Metall kündigte an, sich für alle möglichen Lösungen einzusetzen, um Arbeitsplätze zu sichern und das Unternehmen zu stabilisieren.
Die Insolvenz wirft Fragen nach den nächsten Schritten der Sparte auf. Die IG Metall prüft derzeit alle Optionen für eine nachhaltige Lösung. Bis auf Weiteres läuft die Produktion weiter, während das gerichtliche Verfahren an Fahrt aufnimmt.






