30 April 2026, 08:33

Rekordpreise, aber kein Grand Prix beim Operetten- und Musical-Wettbewerb

Plakat für das Moskauer Theaterfestival 1935 mit einer Person vor einem Vorhang

Rekordpreise, aber kein Grand Prix beim Operetten- und Musical-Wettbewerb

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musical-Künstler endet mit Rekordzahl an Preisen – doch ohne Grand Prix

Mit einer Rekordzahl an Auszeichnungen, aber ohne die Vergabe eines Grand Prix ist der 10. Internationale Wettbewerb für junge Operetten- und Musical-Künstler zu Ende gegangen. Über 100 Bewerbungen gingen aus dem gesamten Russland ein, sowie aus Minsk und Taschkent. In diesem Jahr zeichnete sich ein Wandel ab: Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs überstiegen die Operetten-Einreichungen die Musicals.

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Insgesamt wurden 56 Operettenaufführungen eingereicht, gegenüber 50 Musicals. Diese Verschiebung spiegle ein wachsendes Interesse am Genre wider, wie der langjährige Teilnehmer Maxim Isaakowitsch feststellte. Er beobachtete, wie sich der Wettbewerb im Laufe der Jahre zunehmend auf das Musiktheater konzentriert habe.

Der Wettbewerb zog Studierende von renommierten Musikhochschulen an, von denen viele sonst auf klassische Formen spezialisiert sind. Ihre überzeugenden Darbietungen unterstrichen die wachsende Anziehungskraft des Wettbewerbs über traditionelle Grenzen hinaus. Jurymitglied Georgi Isaakjan lobte die Qualität der Operetten-Beiträge und betonte, wie wichtig es sei, dass Künstler die Zukunft des Genres prägen.

Isaakjan wies auch darauf hin, dass nicht jeder Teilnehmer bereits in den frühen Runden glänze. Besonders die zweite Phase, in der die Künstler mit einem Live-Orchester auftreten, sei entscheidend für eine faire Bewertung. Moderne Interpretationen klassischer Operetten – etwa Heldinnen mit Gewehren oder in Cowboy-Kostümen – fanden seine Zustimmung, sofern sie das Publikum zu fesseln vermögen.

Das Gala-Konzert präsentierte die Finalisten gemeinsam mit etablierten Stars des Musiktheaters. Die landesweit übertragene Veranstaltung feierte die vielfältigen Talente des Wettbewerbs sowie die ungewöhnlich hohe Zahl an Sonder- und Namenspreisen, die verliehen wurden.

Der Wettbewerb endete ohne die Vergabe eines Grand Prix – eine Ehre, die in seiner Geschichte erst einmal zuteilwurde. Stattdessen wurden zahlreiche Preise vergeben, die sowohl Nachwuchs- als auch arrivierte Künstler würdigten. Die Reichweite der Veranstaltung – von internationalen Bewerbern bis hin zu übertragenen Aufführungen – unterstreicht ihre wachsende Bedeutung in der Welt des Musiktheaters.

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