Schweizer Händler schmuggelt 20 Liter Luxusparfüm über die deutsche Grenze
Mustafa TröstSchweizer Händler schmuggelt 20 Liter Luxusparfüm über die deutsche Grenze
Ein 64-jähriger Schweizer Händler ist bei dem Versuch aufgeflogen, mehr als 20 Liter Parfüm nach Deutschland zu schmuggeln. Der Vorfall ereignete sich am Zollamt Rötteln, wo Beamte bei einer Routinekontrolle nicht deklarierte Luxuswaren in seinem Auto entdeckten. Das Parfüm im Wert von 5.200 Euro war im Kofferraum versteckt.
Der Händler hatte 16 Flaschen à 50 Milliliter – im Wert von 4.400 Euro – sowie vier Fünf-Liter-Kanister verpackt, die als Nachfüllsets für Testflakons gedacht waren. Wie berichtet wird, beabsichtigte er, die Waren per Post an deutsche Kunden zu versenden, ohne sie den Behörden zu melden.
Das Zollamt Rötteln, das für Reisekontrollen und nicht für gewerbliche Sendungen zuständig ist, stufte den Fall als Steuerhinterziehung ein. Der Mann musste umgehend Zollgebühren in Höhe von knapp 1.000 Euro zahlen sowie eine zusätzliche Sicherheitsleistung in gleicher Höhe hinterlegen. Der Fall wurde anschließend an das Hauptzollamt Karlsruhe zur weiteren Prüfung übergeben.
Sonja Müller, Pressesprecherin des Hauptzollamts Singen, bestätigte die Einzelheiten. Zwar seien in der Region Karlsruhe in den vergangenen fünf Jahren keine vergleichbaren öffentlichen Fälle von nicht deklarierten Parfüms oder Luxusgütern bekannt geworden, konkrete Fallzahlen würden jedoch nicht veröffentlicht.
Dem Händler droht nun ein Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung. Die Behörden haben das Parfüm beschlagnahmt und rechtliche Schritte eingeleitet. Das weitere Vorgehen hängt von den Erkenntnissen des Hauptzollamts Karlsruhe ab.






