02 April 2026, 22:27

Stuttgarter Friedenspreis 2023 geht an Seebrücke Baden-Württemberg für humanitäre Fluchtpolitik

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Stuttgarter Friedenspreis 2023 geht an Seebrücke Baden-Württemberg für humanitäre Fluchtpolitik

Die Seebrücke Baden-Württemberg erhält den Stuttgarter Friedenspreis 2023

Die Bewegung Seebrücke Baden-Württemberg ist für ihr Engagement für sichere Fluchtwege und eine menschenwürdige Asylpolitik mit dem Stuttgarter Friedenspreis 2023 ausgezeichnet worden. Als Teil der übergeordneten Kampagne "Sichere Häfen" stellt sich die Gruppe gegen die zunehmend isolationistische Migrationspolitik Europas. Ihre Arbeit wird von 44 Kommunen in der Region unterstützt, darunter Großstädte wie Stuttgart und Heidelberg.

Die Initiative "Sichere Häfen" wirbt dafür, dass Städte und Gemeinden freiwillig mehr Geflüchtete aufnehmen, als gesetzlich vorgeschrieben. In Baden-Württemberg haben sich bereits 44 Kommunen – darunter Karlsruhe, Mannheim, Rottenburg und Konstanz – der Aktion angeschlossen. Die Kampagne wendet sich gegen die verschärften Asylregelungen in Europa, die von Kritiker:innen als Angriff auf die Menschenrechte bewertet werden.

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Die Seebrücke Baden-Württemberg, eine der prägenden Stimmen der Bewegung, setzt sich insbesondere für die Entkriminalisierung von Seenotrettungen und bessere Lebensbedingungen für Geflüchtete ein. Elena, eine Aktivistin der Gruppe, hat die aktuelle europäische Politik als Verletzung grundlegender Rechte scharf kritisiert. Für ihr Wirken erhielt die Initiative neben dem Friedenspreis ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Bei der Verleihung hielt Ryyan Alshebl, der aus Syrien stammende Bürgermeister von Ostelsheim, die Laudatio. Alshebl, selbst ehemaliger Geflüchteter, äußerte sich frustriert über die deutsche Debattenkultur zum Thema Asyl und bezeichnete sie als unfruchtbar. Der Jugendpreis ging an das Junge Theater der Waldbühne Sigmaringendorf, das vom Bürgerprojekt "Die AnStifter" und der Stiftung Stuttgarter Friedenspreis gewürdigt wurde.

Die Auszeichnung unterstreicht die wachsende Unterstützung für alternative Flüchtlingspolitiken in Deutschland. Mit 44 Kommunen, die sich der Initiative "Sichere Häfen" angeschlossen haben, setzt sich die Bewegung weiterhin für eine humanere Behandlung von Asylsuchenden ein. Das Preisgeld von 5.000 Euro wird ihre Arbeit gegen die aktuelle europäische Asylpolitik weiter stärken.

Quelle