05 May 2026, 04:44

Vermögenssteuer für Spitzenverdiener: Breiter Konsens überrascht die Politik

Detailiertes altes Stadtplan von Polle, Deutschland, mit einem Fluss, Straßen, Gebäuden und anderen Merkmalen.

Vermögenssteuer für Spitzenverdiener: Breiter Konsens überrascht die Politik

Ein vorgeschlagener Vermögenssteuer auf Deutschlands Spitzenverdiener stößt auf breite Zustimmung. Aktuelle Umfragen zeigen eine starke Unterstützung quer durch Parteien, Regionen und Einkommensschichten. Selbst einige konservative Politiker signalisieren inzwischen Offenheit für die Idee.

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In einer jüngsten Ausgabe der ARD-Arena bezeichnete CSU-Chef Markus Söder eine Vermögenssteuer als „kein Tabu“. Seine Äußerungen deuten auf einen Wandel hin, auch wenn er gleichzeitig die Pläne zur Abschaffung des Solidaritätszuschlags bekräftigte – eine Maßnahme, die vor allem Besserverdiener entlasten würde.

Der Vorschlag richtet sich an Personen mit einem Jahreseinkommen von über 300.000 Euro. 76 Prozent der Befragten halten dies für angemessen. Die Zustimmung erstreckt sich über alle Einkommensgruppen, darunter 74 Prozent der Haushalte mit einem Monatsnetto von 4.000 Euro oder mehr. Besonders hoch ist die Unterstützung bei Wähler:innen der Grünen (95 Prozent), gefolgt von 89 Prozent der SPD-Anhänger:innen und 73 Prozent der CDU/CSU-Wähler:innen.

Gegenwind kommt nur von einer Minderheit: Lediglich 22 Prozent lehnen den Plan ab, 2 Prozent sind unentschieden. Die geringste Zustimmung zeigt sich bei AfD-Anhänger:innen mit 38 Prozent. Unterdessen beraten Koalitionsvertreter bereits darüber, wie Spitzenverdiener stärker zur Kasse gebeten werden könnten.

Die Debatte um die Vermögenssteuer geht nun in die nächste politische Runde. Sollte sie umgesetzt werden, würde dies einen deutlichen Kurswechsel in der Steuerpolitik bedeuten und die höchsten Einkommensbezieher treffen. In den kommenden Wochen werden weitere Gespräche unter Abgeordneten erwartet.

Quelle