18 March 2026, 16:26

Vier Städte testen barrierefreie Gehwege für mehr Sicherheit zu Fuß

Eine belebte Stadtstraße mit Fußgängern auf dem Gehweg, Fahrzeugen auf der Straße und städtischen Elementen wie Bäumen, Pfosten und Gebäuden unter einem sichtbaren Himmel.

Vier Städte testen barrierefreie Gehwege für mehr Sicherheit zu Fuß

Vier Städte in Baden-Württemberg beteiligen sich an einer neuen Landesinitiative zur Verbesserung der Fußgängerbedingungen. Balingen, Heilbronn, Pforzheim und Stuttgart werden im kommenden Jahr Wege erproben, um Gehwege von häufigen Hindernissen zu befreien. Das Projekt zielt darauf ab, das Zu-Fuß-Gehen für alle sicherer und barrierefreier zu gestalten – von Fußgängern bis zu Rollstuhlnutzern.

Die unter dem Titel "Freie Gehwege – Mehr Raum für Fußgänger" laufende Initiative ist Teil der umfassenden Fußgängerstrategie Baden-Württembergs. Ziel ist es, dass bis 2030 das Laufen zur selbstverständlichen Wahl für kurze Strecken wird. Gleichzeitig strebt das Land an, dass bis dahin die Hälfte aller Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt wird.

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Die vier Modellkommunen werden Gehwege auf Hindernisse wie Mülltonnen, Verkehrsschilder und parkende Autos untersuchen. Auch Versorgungsboxen, Parkuhren und Werbeflächen stehen auf dem Prüfstand. Jede Stadt wird Probleme dokumentieren, Workshops durchführen und neue Lösungen testen, um Engpässe zu verringern.

Geleitet wird das Projekt von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) im Auftrag des Verkehrsministeriums. Fachliche Unterstützung kommt von der Bernard Gruppe und VIA. Die Ergebnisse werden bis Anfang 2027 in einem Praxisleitfaden zusammengefasst, der anderen Städten und Gemeinden als Hilfe für die Verbesserung ihrer Fußgängerinfrastruktur dienen soll.

Verkehrsminister Winfried Hermann betonte die Bedeutung, Fußgängern, Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlnutzern mehr Platz einzuräumen. Zudem verwies er auf die Notwendigkeit einer besseren Stadtplanung, um künftige Engpässe zu vermeiden. Das Land hat bereits ähnliche Vorhaben gefördert, etwa die Investition von 10 Millionen Euro in Freiburgs Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur im vergangenen Jahr.

Das einjährige Pilotprojekt liefert Daten für einen Leitfaden, der 2027 veröffentlicht wird. Dieser soll Gemeinden in ganz Baden-Württemberg dabei unterstützen, Gehwege fußgängerfreundlicher zu gestalten. Das Vorhaben ist ein weiterer Schritt hin zum Landesziel, bis 2030 das Zu-Fuß-Gehen und Radfahren attraktiver zu machen.

Quelle