12 April 2026, 02:31

Wasserstoffmotoren für Bagger und Traktoren: Forschung sucht nachhaltige Lösungen

Drei wasserstoffbetriebene Autos nebeneinander auf einem Parkplatz mit Maschendrahtzaun im Hintergrund und Gras auf der rechten Seite.

Wasserstoffmotoren für Bagger und Traktoren: Forschung sucht nachhaltige Lösungen

Neues Forschungsprojekt erforscht Wasserstoffmotoren für Baumaschinen und Landtechnik

Die Initiative PoWer, geleitet vom Technologiekonzern MAHLE, entwickelt effiziente und nachhaltige Antriebskonzepte auf Wasserstoffbasis. Das dreijährige Vorhaben wird vom Bundesministerium mit rund 5 Millionen Euro gefördert.

Am PoWer-Projekt beteiligen sich 12 Partner, darunter führende Unternehmen und Forschungseinrichtungen wie DEUTZ AG, Claas, Liebherr sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Zum Konsortium zählen außerdem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Purem GmbH und die Technische Universität Braunschweig.

Wasserstoffmotoren bieten für schwere Maschinen entscheidende Vorteile: Sie sind effizient, langlebig und stoßen deutlich weniger Schadstoffe aus. Bestehende Dieselmotoren in Traktoren oder Baggern ließen sich potenziell auf Wasserstoffbetrieb umrüsten – das würde den Bedarf an komplett neuer Technik verringern.

Das KIT bringt Expertise aus drei seiner Institute ein: Dr. Uwe Wagner vom Institut für Kolbenmaschinen (IFKM) untersucht, wie Wasserstoff in den Motoren sicher und effizient eingesetzt werden kann. Dr. Patrick Lott vom Institut für Technische Chemie und Polymerchemie (ITCP) analysiert Abgaskatalysatoren, um schädliche Emissionen zu minimieren. Gleichzeitig prüft Dr. Stefan Guth vom Institut für Angewandte Materialien – Werkstoffkunde (IAM-WK), wie sich Wasserstoff auf die in den Bauteilen verwendeten Materialien auswirkt.

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Der TÜV Rheinland unterstützt das Projekt, indem er die Einhaltung von Sicherheits- und Regulierungsstandards sicherstellt. Ziel ist es, praxistaugliche Lösungen für die Land- und Baubranche zu entwickeln.

Die PoWer-Initiative läuft bis 2026 und soll marktreife Wasserstoffmotor-Technologie für schwere Maschinen hervorbringen. Bei Erfolg könnte die Forschung zu saubereren und effizienteren Geräten in Landwirtschaft und Bauwesen führen. Zudem könnten die Ergebnisse den Weg für die Nachrüstung älterer Dieselmotoren mit Wasserstoffsystemen ebnen.

Quelle