07 May 2026, 16:41

Weißstörche in Hessen: Nester auf Strommasten gefährden Infrastruktur und Tiere

Zwei Weißstörche auf einem Nest auf einer Stromleitung sitzend, mit einer Straßenlaterne, die sie beleuchtet, und Drähten, die an der Leitung entlanglaufen.

Weißstörche in Hessen: Nester auf Strommasten gefährden Infrastruktur und Tiere

Weißstörche kehren in wachsender Zahl nach Hessen zurück – doch ihre Nistgewohnheiten sorgen für Probleme bei der Infrastruktur. Die Vögel bauen ihre Horste zunehmend auf Strommasten und Eisenbahnstrecken, was Brände, Stromausfälle und Betriebsstörungen zur Folge haben kann. Behörden und Betreiber ergreifen nun Maßnahmen, um die Situation in den Griff zu bekommen.

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Die höchsten Storchdichten verzeichnet die Rhein-Main-Region, insbesondere in der Nähe von Hochheim und Wallau. Ihre Nester, die mitunter mehrere hundert Kilogramm wiegen, gefährden die Standfestigkeit von Strommasten und Hochspannungsleitungen. In Südhessen haben Weißstörche sogar auf Hochspannungsleitungen genistet, was zu Stromausfällen führte und die Tiere selbst in Gefahr brachte.

Netzbetreiber versuchen, die Störche von Strommasten fernzuhalten – doch die traditionellen Nistgewohnheiten der Vögel machen dies schwierig. Während der Brutsaison werden Nester entfernt, gleichzeitig kommen Abschreckungsmaßnahmen zum Einsatz, um Brandrisiken zu verringern und tödliche Unfälle zu verhindern. Zudem werden windbetriebene Geräte getestet, die die Tiere zurück zu natürlichen Nistplätzen wie hohen Bäumen lenken sollen.

Auf Eisenbahnanlagen bergen Storchhorste die Gefahr von Kurzschlüssen und Zugverspätungen. Die Deutsche Bahn setzt auf eine präventive Strategie, die technische Vorsorgemaßnahmen mit dem Rat von Naturschutzbehörden verbindet. Alternativ werden in sicherer Entfernung zu den Gleisen spezielle Nistplattformen eingerichtet, während bestehende Nester in Absprache mit Artenschützern geräumt werden.

Die wachsende Storchpopulation in Hessen bringt sowohl ökologische Vorteile als auch betriebliche Herausforderungen mit sich. Energie- und Bahnunternehmen arbeiten eng mit Naturschutzorganisationen zusammen, um Sicherheit und Artenschutz in Einklang zu bringen. Mit Abschreckungsmethoden, Nesträumungen und Ersatznestern soll das Risiko minimiert werden – ohne die Tiere zu gefährden.

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