Wie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzenathletinnen beeinflusst – neue Studie der Uni Freiburg
Friedrich-Wilhelm WerneckeWie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzenathletinnen beeinflusst – neue Studie der Uni Freiburg
Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie der Menstruationszyklus Spitzenathletinnen beeinflusst. Die von der Universität Freiburg geleitete Studie erforscht die Zusammenhänge zwischen Hormonen, Stress und Leistung. Sie ist Teil einer umfassenderen Initiative, um das Training und die gesundheitliche Betreuung von Sportlerinnen zu verbessern.
Das Konsortium „Athletin-D“ vereint Expertinnen und Experten der Universitäten Bochum und Wuppertal sowie der Technischen Universität München. Das Team um Jana Strahler in Freiburg konzentriert sich darauf, wie hormonelle Veränderungen, Stress und Lebensstil die Regeneration und psychische Gesundheit beeinflussen. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, individuellere Trainingsprogramme zu entwickeln.
Das Projekt wird vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft mit rund 1,6 Millionen Euro gefördert. Über vier Jahre hinweg arbeiten die Forscherinnen und Forscher mit Athletinnen, Trainerinnen, Trainern und Sportverbänden zusammen, um aus den Daten praktische Anwendungen abzuleiten. Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Systems für personalisiertes Training und Gesundheitsmanagement.
Durch die Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede hofft das Team, Verletzungsrisiken zu verringern und die Leistung zu optimieren. Langfristig könnte die Arbeit zu einem besseren Gesundheitsschutz für Spitzenathletinnen führen.
Die Forschung des Konsortiums läuft bis 2028, und die Ergebnisse dürften künftige Trainingsmethoden prägen. Das in Entwicklung befindliche digitale System könnte Trainerinnen, Trainern und Sportlerinnen Echtzeit-Empfehlungen liefern – ein wichtiger Schritt hin zu individuellerer Unterstützung im Frauen-Spitzensport.






