23 March 2026, 04:27

Baden-Württemberg startet digitale Parkraumüberwachung mit Scan-Fahrzeugen als erstes Bundesland

Alte detaillierte Karte von Baden-Württemberg, Deutschland, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke, das Straßen, Gebäude und Text mit Stadtinformationen zeigt.

Baden-Württemberg startet digitale Parkraumüberwachung mit Scan-Fahrzeugen als erstes Bundesland

Baden-Württemberg ist das erste deutsche Bundesland, das digitale Parkraumüberwachung mit Hilfe von Scan-Fahrzeugen einführt. Das auf einem neuen Mobilitätsgesetz basierende System soll die Verkehrssicherheit verbessern, indem es illegales Parken in besonders relevanten Bereichen bekämpft. Erste Pilotversuche in mehreren Städten haben bereits vielversprechende Ergebnisse geliefert.

Die rechtliche Grundlage für die digitale Parkkontrolle wurde im März 2025 mit dem Landesmobilitätsgesetz Baden-Württemberg geschaffen. Damit ist das Land das erste in Deutschland, das die automatisierte Ahndung von Parkverstößen zulässt. Die Technologie, die in anderen europäischen Ländern bereits verbreitet ist, nutzt mit Kameras ausgestattete Fahrzeuge, um Parkausweise zu scannen und Verstöße zu erkennen.

Die Tests begannen im Januar 2025 in Stuttgart, Mannheim und Pforzheim, im Mai kam Hohenheim hinzu. Das Scan-Fahrzeug der Universität Hohenheim überprüft seitdem täglich die Parkausweise. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fußstreifen kann es auch falsch parkende Fahrzeuge identifizieren – etwa solche, die Zufahrten, Fahrradspuren oder Rettungswege blockieren –, unabhängig davon, ob ein Parkausweis sichtbar ist.

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Die ersten Versuche zeigten einen deutlichen Effizienzgewinn: An den Testtagen durchfuhr das Fahrzeug das Gebiet dreimal und benötigte pro Runde etwas mehr als eine Stunde. Eine Fußstreife hätte für dieselbe Aufgabe bis zu sieben Stunden gebraucht. Die Ergebnisse ergaben eine etwa sechsmal höhere Produktivität im Vergleich zu manuellen Kontrollen.

In den kommenden Monaten sind weitere Pilotprojekte in Heidelberg, Freiburg und Waldshut-Tiengen geplant. Besonders hervorgehoben wird die Fähigkeit des Systems, Hindernisse in kritischen Bereichen wie Busspuren oder Halteverbotszonen zu reduzieren – ein entscheidender Vorteil für den Verkehrsfluss und die Sicherheit.

Die digitale Parkraumüberwachung arbeitet in Baden-Württemberg nun auf einer klaren rechtlichen Basis. Da die Tests Geschwindigkeit und Präzision der Technologie bestätigt haben, ist mit einer weiteren Ausweitung im Land zu rechnen. Ziel ist es, illegales Parken einzudämmen und gleichzeitig Ressourcen für andere Aufgaben im Verkehrsmanagement freizusetzen.

Quelle